Letzte Sitzung: Kulturfahrplan wird bis Februar erstellt

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Rund 50 Besucher waren zu der Sitzung gekommen. Diese hörten aber nicht nur zu, sondern brachten sich auch in den verschiedenen Arbeitsgruppen ein.

VOLMETAL - Aufbruchstimmung war zu spüren, bei der fünften und vorerst letzten gemeinsamen Sitzung der Kulturausschüsse aus den Volme-Kommunen Kierspe, Meinerzhagen, Halver und Schalksmühle. In den drei Arbeitsgruppen, die auch am Mittwoch noch einmal zusammenkamen, wurden konkrete Ziele formuliert, die als Handlunsempfehlungen nun in die einzelnen Städte und Gemeinden gehen, um dort von den Politikern mit Leben gefüllt zu werden.

Im Dezember des vergangenen Jahres waren die vier Ausschüsse zum ersten Mal zusammengekommen, um den Pilotplanungsprozess „Oben an der Volme“ anzustoßen – auch damals im Pädagogischen Zentrum der Kiersper Gesamtschule. Seitdem haben die Ausschüsse viele Ideen erdacht und daraus Ziele entwickelt. „Auch wenn die Ausschüsse der einzelnen Kommunen heute nichts beschließen, so ist es doch ihre Aufgabe, die hier erarbeiteten Handlungsempfehlungen in ihre Kommunen zu tragen und diese dort gemeinsam mit den Räten und Verwaltungen umzusetzen“, erläuterte der Kiersper Ausschussvorsitzende Clemens Wieland gleich zu Anfang der Sitzung.

Er nutzte seine Begrüßung auch noch einmal dazu, deutlich zu machen, dass die Ergebnisse unmittelbar an die Regionale „andocken“ würden und ein wichtiger Baustein seien, diese mit Leben zu füllen. Außerdem lobte er ausdrücklich die Beteiligung der Einwohner aus den vier Kommunen, die sich in allen fünf Sitzungen eingebracht hätten: „Das ist gelebte Bürgerbeteiligung.“

Diesen Worten schloss sich auch Reinhart Richter von Richter-Beratung aus Osnabrück an, der alle gemeinsamen Sitzungen moderiert hatte. Für ihn endet der Arbeitseinsatz im Volmetal nun erst einmal, da das vom Landschaftsverband geförderte Projekt mit der Sitzung im PZ abgeschlossen ist, wobei Richter in rund einem Jahr noch einmal vorbeikommen wird, um den bis dahin erreichten Stand der gemeinsamen Arbeit zu überprüfen.

Und Arbeit wartet auf die Städte genügend. Doch zuerst ist die Kiersper Verwaltung gefragt, die aus den Empfehlungen, die im Ausschuss gefunden wurden, nun Entscheidungsgrundlagen formulieren muss, die dann von den Räten der einzelnen Kommunen beschlossen werden – natürlich erst, nachdem diese in den Kulturausschüssen noch einmal beraten wurden, um eine Empfehlung an die Räte zu geben.

Am Dienstag wurde bereits eine Prioritätenliste erstellt, in der an erster Stelle die Schaffung einer „rechtsverbindlichen gemeinsamen Trägerschaft“ steht. Ob diese Rechtsform dann ein Verein oder ein Zweckverband ist, muss noch geklärt werden.

Doch auch wenn nun erst einmal die Räte der einzelnen Kommunen am Zug sind, erste Ergebnisse der gemeinsamen Arbeit während der vergangenen elf Monate werden bereits in Kürze sichtbar. So wird bereits an einer Website gearbeitet, auf der ein gemeinsamer Veranstaltungskalender abrufbar ist. Nach den Worten des Kiersper Ausschussvorsitzenden wird diese Seite in Kürze freigeschaltet.

„Wichtig ist aber auch, die Ziele der Zusammenarbeit den in der Kulturarbeit Aktiven so zu vermitteln, dass sie die neue ,Organisation’ nicht als Gegner oder Konkurrenz begreifen, sondern als Chance“, so Wieland, der aber auch betonte, wie wichtig ihm die Zusammenarbeit während der vergangenen Monate gewesen sei: „Da sind Leute zusammengekommen, die sich zum Teil vorher nicht kannten. Dabei haben wir feststellen können, dass die Wünsche und Probleme in vielen Bereichen deckungsgleich sind.“

Da ist es sicher eine Hilfe, dass der Kulturmanager David Babin bereits bis Februar einen Kulturfahrplan erstellen wird, aus dem die weitere Vorgehensweise abgelesen werden kann – unabhängig von den Entscheidungen der Räte in den einzelnen Kommunen. - Johannes Becker

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