Lange Nacht der Volkshochschulen

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In der „Langen Nacht der Volkshochschulen“ las Anette Klingelhöfer (rechts), zusammen mit Gabriele Queisler, ihre Siegergeschichte beim Krimi-Wettbewerb der Volkshochschule Volmetal.

Kierspe - Für die VHS Volmetal war die „Lange Nacht der Volkshochschulen“ eine große Sache, denn es wurde das 100-jährige Bestehen der Volkshochschulen gefeiert.

Auf dem Gebiet des Volmetals entstand die Bildungseinrichtung zwar später, aber im Alten Amtshaus schloss man sich trotzdem der bundesweiten Aktion an, als eine von 420 Volkshochschulen. Insgesamt gibt es 900 dieser Institutionen in Deutschland, die nach dem Ersten Weltkrieg das Bildungsniveau der breiten Bevölkerung verbessern sollten.

In Kierspe zeigte die VHS im Bakelitmuseum einen Ausschnitt aus dem kreativen Bereich ihres Kursspektrums. Dabei verband sie die Ausstellung mit einer anderen Form von Kreativität, einem Lesemarathon. Den gestalteten Autoren, die im Jahr 2003 bei einem VHS-Krimiwettbewerb teilgenommen hatten. Die Autoren lasen im Fritz-Linde-Zimmer und damit die einen die anderen nicht störten, wurde die Tür nur während der Pausen zwischen zwei Lesungen geöffnet.

Bakelit trifft Textil: Die Nähmaschine stammt aus den Beständen des Bakelitmuseums.

Auf diese Weise gestaltete sich der Abend für die Gäste abwechslungsreich: Ausgestellt war Selbstgenähtes und Gefilztes aus den Kursen von Sandra Winkel. Jochen Piel, der mit seinen Holzschnitzerkursen zum Urgestein der VHS gehört, zeigte Schwibbögen, Skulpturen sowie Masken und Carola Frings hatte Exponate aus der Töpfer- und Keramikwerkstatt mitgebracht. 

Viele Kursteilnehmer und -leiter, auch ehemalige, waren gekommen, um sich mit den Besuchern in lockerer Runde auszutauschen. Ein festes Programm gab es, mit Ausnahme der Lesungen, nicht. Wie bei Ausstellungen üblich, gab es auch hier ein Kommen und Gehen; insgesamt 130 Gäste hatte VHS-Direktorin Marion Görnig am Ende gezählt. Den Auftakt beim Lesemarathon machte Felicitas Zelic mit einer neuen, eigens für den Abend geschriebenen Mordgeschichte, die natürlich im Dunstkreis der Volkshochschule angesiedelt war.

Auge in Auge mit der Bakelitpresse: die Filz-Hasen von Sandra Winkel.

Holger Teckenburg griff ihre Geschichte auf und machte sie zum Thema seiner eigenen. Darin wollte der missgünstige Teilnehmer einer Schreibwerkstatt eine Mitstudentin meucheln, weil er ihr nicht ihr schriftstellerisches Talent gönnte. Teckenburg mochte sich nicht festlegen: Ob die Geschichte vom Neid der Kreativen oder doch eher von kreativem Neid handele, das sollten die Zuhörer, bitteschön, selbst entscheiden.

Danach ging es mit den Wettbewerbsbeiträgen weiter. Anette Klingelhöfer las mit Gabriele Queisler noch einmal ihre Siegergeschichte, gefolgt von sieben anderen Autoren. Bis 23.30 Uhr folgte eine Geschichte auf die nächste, dann verabschiedete sich auch die Geschichtenwerkstatt.

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