"Tödlicher Spätsommer": Ein mysteriöser Todesfall

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Ursula Dettlaff las aus ihrem spannenden Krimi „Mörderischer Spätsommer“ vor.

Kierspe - Helene, etwas altmodisch gekleidet und Mitte 50, hatte eine Zwillingsschwester. Die ist allerdings in ihrem Ferienhaus in Dänemark ums Leben gekommen. Tief erschüttert über den Verlust, will Helene nicht hinnehmen, dass die Polizei von einem Unfall ausgeht.

Von Bärbel Schlicht

In ihrem Buch „Tödlicher Spätsommer“ erzählt Ursula Dettlaff die trotz des ernsten Themas durchaus amüsante Geschichte von Helene und Jutta. Für Sonntagnachmittag hatten die Autoren Ursula Dettlaff und Arne Machel zu einer Lesung ins Kreativzentrum an der Kölner Straße eingeladen. Ursprünglich sollte auch der Halveraner Autor Achim Möbus aus seinem Kinderbuch „Bergo und seine Reise nach Afrika“ lesen. Doch Arne Machel entschuldigte den Autor, der erkrankt war, und begrüßte die wenigen Gäste, die der Einladung zur Lesung gefolgt waren. Die erlebten bei Kaffee und Kuchen und im künstlerischen Ambiente der Fotoausstellung „arte casual – zufällige Kunst“ einen überaus unterhaltsamen und gemütlichen Nachmittag.

Ursula Dettlaff eröffnete die Lesung mit ihrem Buch, das jetzt bereits in der zweiten Auflage erscheinen wird. Bei ihrer Geschichte hat Ursula Dettlaff sich von ihrer eigenen Familie inspirieren lassen. Von ihren vier Kindern sind die beiden jüngsten Zwillinge. Und so hat es ihr gefallen, dass in ihrem Buch auch die Protagonisten Zwillingsschwestern sind. Helene, meistens mit weißer Bluse, Faltenrock und Hochsteckfrisur gekleidet, kann sich nicht damit abfinden, dass der Tod der Schwester ein Unfall sein soll. Mit ihren ständigen Nachfragen geht sie der Polizei nach und nach doch sehr auf die Nerven. Doch sie lässt nicht locker und begibt sich schließlich selber auf die Suche nach dem Mörder. Dabei macht sie eine interessante Wandlung durch und nähert sich immer mehr dem Aussehen ihrer Schwester an, die wesentlich moderner gekleidet durchs Leben schritt. Auch „Bommel“, ein großer Hund, spielt eine Rolle in ihrer Geschichte. Die Handlung ihres Romans mit fiktiven Personen spielt an bekannten Orten in der Region. Am Ende ihrer Lesung blieb natürlich offen, wer der Mörder ist und welches Motiv hinter dem Mord steckt.

Arne Machel liebt es, kurze und prägnante Texte zu schreiben. Nun hat er auch eine längere Geschichte verfasst: ein Kinderbuch.

Die Idee zu seinem Buch trug er schon länger mit sich herum. Bei der Geschichte hat er sich von den Erinnerungen an die Kindheit seiner eigenen Kinder inspirieren lassen und diese in eine fiktive Handlung einfließen lassen. Vor drei Jahren begann er mit dem Schreiben. Sein Buch heißt „Lilli und Lobo“, es wurde liebevoll illustriert von Sophie Beste.

Lilli ist die kleine Schwester von Rebecca. Sie ist traurig, dass sie noch nicht schwimmen kann. Während eines Urlaubs mit den Eltern auf Fuerteventura entdeckt Lilli einen steinernen Seelöwen, der am Swimmingpool auf einem Sockel steht.

Eines Nachts, als Lilli nicht schlafen kann, entdeckt sie das hübsche Tier im Wasser und spricht mit ihm.

Wie Lilli dann wirklich das Schwimmen lernt, das erfahren die Leser bei der Lektüre des zauberhaften Buches.

Im Anschluss an die Lesungen entspann sich ein interessantes Gespräch zwischen Besuchern und Autoren.

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