Wildpinkler tritt junger Frau zweimal in den Bauch

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Kierspe/Meinerzhagen - Da die Toilette eines Supermarkts an der Friedrich-Ebert-Straße nicht zugänglich war, entschied ein Mann, seine Blase an der Außenwand des Geschäfts zu entleeren. Das missfiel einer Frau in einem geparkten Auto sehr. Durch Klopfen gegen die Scheibe machte sie auf sich aufmerksam. Daraufhin näherte sich der Lennestädter dem Fahrzeug. Am Dienstag musste sich der Wildpinkler im Amtsgericht Meinerzhagen wegen Körperverletzung und Beleidigung verantworten. Urteil: 3150 Euro Geldstrafe.

Nach Überzeugung des Gerichts hatte der Angeklagte die 19-jährige Beobachterin am Abend des 11. März zweimal in den Bauch getreten. Anschließend hatte er die Schwägerin der Frau als „fette Nutte“ bezeichnet und ihr einen angebissenen Schokoriegel ins Gesicht geworfen. Letzteres gab der 32-Jährige sofort zu. Die Tritte hingegen nicht.

Die bestätigte aber die Geschädigte. Mit dem Zeigefinger habe sie dem Mann deutlich zu verstehen gegeben, dass sie das Urinieren nicht in Ordnung findet. Daraufhin sei der Angeklagte an hier Auto gekommen und habe sein Geschlechtsteil gegen die Scheibe gedrückt. Die Frau sei dann ausgestiegen. „Er hat mir mit voller Wucht in den Bauch getreten“, schilderte die Neuenraderin.

Durch den Tritt sei sie rückwärts mit dem Kopf gegen das Fahrzeug geschlagen. Nachdem sie sich wieder aufgerappelt hatte, habe der Angeklagte ein zweites Mal zugetreten und sei dann im Supermarkt verschwunden. Später habe er noch ihre Schwägerin beleidigt. Aus einem Attest ergab sich, dass die 19-Jährige unter Schmerzen im Bauch gelitten und eine Beule am Kopf davongetragen hatte. Nach dem Angriff hatte sich der Angeklagte über Facebook bei den Frauen entschuldigt. „Es ist sein italienisches Temperament und er war betrunken“, erklärte sein Verteidiger. 0,86 Promille ergab sich aus einem Gutachten.

Auch nach den Zeugenaussagen wich der Angeklagte zunächst nicht von seinen Angaben ab. Dann erklärte der Richter, dass gemäß einer Verständigung nach § 257c StPO im Falle eines Geständnisses eine Geldstrafe von 3150 Euro in Betracht käme. Etwa fünf Minuten brauchte der Verteidiger, um seinem Mandanten die Sachlage zu erörtern. Danach gab der 32-Jährige alle Taten zu und kassierte dafür die in Aussicht gestellten Strafe.

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