Instandsetzungsfrage des demolierten Enforcement-Trailers ungeklärt

Leih-Gerät blitzt schnelle Autofahrer

Radarkontrolle - Enforcement-Trailer - Kierspe Kölner Straße
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Es ist nicht der Enforcement-Trailer, der durch einen Brand im Januar zerstört wurde, vielmehr handelt es sich um ein Leihgerät, mit dem das Tempo der Fahrzeuge auf der Kölner Straße in Richtung Rönsahl gemessen wird.

Alle Geräte, die der Überwachung der Geschwindigkeiten von Fahrzeugen dienen, dürften zweifellos nicht zu Freunden von Autofahrern werden.

Kierspe - Gleich, ob diese Radar- oder anderen Messgeräte fest irgendwo installiert sind oder mobil aufgestellt oder aus einem Fahrzeug heraus zum Einsatz kommen. Jeder kennt sie hinlänglich, die Farbschmierereien und Beschädigungen beispielsweise an Starenkästen.

Aus welchem Grund im Januar dieses Jahres der sogenannte Enforcement-Trailer – eine als Anhänger konzipierte Radaranlage – durch ein Feuer derart beschädigte wurde, dass ein Totalverlust droht, ist nicht bekannt. Der Trailer stand erst seit kurzer Zeit an einem neuen Standort, an der Kölner Straße in Höhe der Einmündung des Margarete-Sänger-Wegs.

Nun steht der Trailer wieder an der Stelle, wo er vor gut drei Monaten durch einen Brand zerstört wurde. Allerdings wird einigen bereits anhand der Farben aufgefallen sein, dass es sich nicht um die mobile Radaranlage handelt, auf die Unbekannte den Brandanschlag verübt hatten. Der alte Trailer war oben grün und trug kein Kennzeichen. Das Gerät, das nun wieder die Geschwindigkeit der Autos misst, ist zum großen Teil in einer hellen, fast weißen Farbe gehalten.

„Es handelt sich in Kierspe um den Leih-Trailer“, erklärt Hendrik Klein, Pressesprecher des Märkischen Kreises, auf Nachfrage der Meinerzhagener Zeitung, „unserer Trailer ist noch nicht repariert“. Auch habe die Auswertung der Bilder aus dem Enforcement-Trailer keinen Ansatzpunkt für einen möglichen Täter gegeben, führt der Pressesprecher weiter aus.

Mit Blumentop angezündet

Unbekannte Täter hatten im Januar auf dem Gehäuse einen etwa 20 bis 30 Zentimeter hohen Blumenkübel positioniert und dann angezündet, hatte Christoph Hüls, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde, damals berichtet. Trotz der winterlichen, feuchten Witterung hatte der Inhalt des Blumentopfs gebrannt, das Blech des Trailers massiv verzogen und die Technik demoliert. Hendrik Klein hatte im Januar schon – nach dem Gutachten eines Sachverständigen – von einem irreparablen Schaden des Außengehäuses gesprochen.

Instandsetzungsfrage ungeklärt

Ob etwas von der Technik und dem Innenleben des Trailers weiter verwendet werden kann, vermochte der Kreispressesprecher auch jetzt noch nicht zu sagen. Der Verlust von rund 170 000 Euro scheint also nach wie vor im Raum zu stehen. „Es ist auch noch nicht absehbar, ob – und wenn ja, wann – das erfolgt“, sagt Hendrik Klein zur Frage einer Instandsetzung des demolierten Enforcement-Trailers.

Der Enforcement-Trailer

Der Enforcement-Trailer in Form eines Anhängers macht eine Geschwindigkeitsmessung beispielsweise an Unfallschwerpunkten möglich, die nicht über stationäre Überwachungsanlagen verfügen und wo mobile Geschwindigkeitsmessungen aufgrund von Gefahren für Personen nicht möglich sind. Ohne Personaleinsatz misst der Radar-Anhänger autonom und dies durch austauschbare Hochleistungsbatterien an fünf Tagen. Mit der Laser-Geschwindigkeitsmessung können Fahrzeuge über mehrere Spuren hinweg gleichzeitig erfasst werden. Die verschlüsselten Daten können im Übrigen über ein integriertes Modem per Fernabfrage abgerufen werden.

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