Das Leid der Familien zu lindern ist das Ziel

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Bürgermeister Frank Emde gratulierte Walter Kopperberg, der bereits seit zehn Jahren Geld für Familien mit einem krebskranken Kind sammelt. ▪

KIERSPE ▪ „Wer sich solch eine Aufgabe sucht, der hat auch einen guten Grund“, erklärt Walter Kopperberg seine Motivation, sich nahezu jeden Werktag und auch so manches Wochenende in die Fußgängerzonen zu stellen und dort Geld zu sammeln für Familien, deren Kinder an Krebs erkrankt sind.

Bei ihm war es ein Mensch im unmittelbaren Umfeld, der schwer von der Krankheit heimgesucht wurde.

„Damals habe ich geschworen, dass ich, wenn alles gut wird und eine Heilung möglich ist, etwas für andere Menschen tun werde“, erinnert er sich.

Und er hielt Wort. Als Walter Kopperberg mit 56 Jahren krankheitsbedingt seinen Beruf aufgeben musste, fing er an, Geld für betroffene Familien zu sammeln.

Zehn Jahre ist das nun her. Zehn Jahre, in denen er mindestens vier Tage in der Woche mit seiner Drehorgel vor Geschäften in Lindlar, Marienheide, Wipperfürth, Gummersbach und Kierspe steht. In der Volmestadt bezieht er seinen Platz meist neben dem Eingang des Rewe-Marktes. „Das geht natürlich nur, weil der Marktleiter meiner Sache sehr aufgeschlossen gegenüber steht und mir diesen Platz immer zur Verfügung stellt“, freut sich Kopperberg über die Unterstützung. In dieser Woche kam auch Bürgermeister Frank Emde vorbei, um dem Sammler für sein zehnjähriges Engagement zu danken und ihm zu gratulieren.

Kopperberg hatte gehofft, gemeinsam mit seinem zehnten Dienstjahr auch die 200 000-Euro-Marke zu überschreiten. Doch das hat nicht ganz geklappt. „Rund 196 000 Euro werden es wohl am Ende des Monats sein“, erklärt der Marienheider, der aber seit seiner Kindheit Kierspe verbunden ist. Spielte er doch früher in Rönsahl Fußball und beruflich führte ihn sein Weg immer wieder in die Volmestadt.

Ganz besonders freut sich Kopperberg, dass die gesammelten Summen von Jahr zu Jahr ansteigen: „Kamen im vergangenen Jahr knapp 32 000 Euro zusammen, werden es in diesem Jahr wohl 36 000 Euro werden.“ Um auf sich aufmerksam zu machen, verkleidet er sich vor nahezu jedem Auftritt – meist als Zwerg, zu Ostern gerne als Hase und derzeit steht er in dem Kostüm des Nikolaus' vor den Geschäften und bedient seine Drehorgel.

„Ich möchte auch Kiersper Familien ermutigen, sich an mich zu wenden, wenn ein Kind an Krebs erkrankt ist und das Geld nicht mehr reicht“, so Kopperberg, der unter der Rufnummer (0 22 64) 15 92 zu erreichen ist. ▪ Johannes Becker

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