Lego-Stadt in der Freien Evangelischen Gemeinde

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Die Lego-Stadt hatte am Freitagnachmittag zwar bereits Gestalt angenommen, allerdings gab es noch zahlreiche Baulücken, die zugebaut werden wollten.

KIERSPE - Der große Saal der Freien Evangelischen Gemeinde verwandelte sich in der vergangenen Woche in eine Großbaustelle. An drei Nachmittagen, von Donnerstag bis Samstag, waren 45 Kinder damit beschäftigt eine Stadt zu bauen – die Lego-Stadt.

Bereits zum dritten Mal, zuletzt vor zwei Jahren, bot die Gemeinde damit eine Kinderfreizeit der besonderen Art an. Satte 800 Kilogramm Lego wurden verbaut. Wie viele Steine das sind, weiß niemand so genau, es müssen freilich Zehntausende sein.

Grundriss und Straßen wurden dabei durch große Legoplatten vorgegeben, acht mal dreieinhalb Meter misst die Grundfläche. Alles, was zu einer richtigen Stadt dazu gehört, bauten die Kinder mit Akribie, Geduld und technischem Sachverstand zusammen.

Das Feuerwehrhaus und ein Bahnhof mit funktionstüchtiger Eisenbahnlinie, eine Krankenstation mit Krankenwagen – kurz, die gesamte Infrastruktur einer funktionierenden Gemeinde entstand aus zahllosen Einzelteilen. Für die technischen Einrichtungen gibt es insgesamt rund 70 Bausätze mit entsprechenden Bauplänen, die Häuser wurden dagegen frei gestaltet.

Der größere Teil der Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren gehöre nicht zur Gemeinde, erläuterte Silke Schröder, eine der Ehrenamtlichen, bei der in diesen Tagen die Fäden zusammenliefen. Denn die Lego-Stadt ist eine Großaktion, an der sich rund 50 Erwachsene zu unterschiedlichen Zeiten und in verschiedenen Funktionen beteiligen.

Feierliche Eröffnung durch Bürgermeister Frank Emde

Ein Team von acht bis zehn Erwachsenen unterstützte jeweils die Baukinder, gab Hilfestellungen, wo es nötig war und hatte offensichtlich selber Spaß am Bauen. Die Männer und Frauen gestalteten auch die Sing- und Andachtseinheiten. Die kindgerechten geistlichen Impulse, verbunden mit einem kleinen Imbiss, strukturierten die Nachmittage und machten den Kopf wieder frei für die nächste Baueinheit.

Die Legosteine haben die Kiersper vom Bund evangelischer Gemeinden ausgeliehen. Auf einem Hänger werden die vielen Kisten von Gemeinde zu Gemeinde transportiert. Das Konzept dazu erarbeitete die Arbeitsstelle Kinderarbeit in Witten, die auch die Mitarbeiter in den Gemeinden schult.

Rechtzeitig bis Samstagabend wurde alles fertig, so dass die Lego-Stadt dann am Sonntag im Rahmen eines Familiengottesdienstes präsentiert und feierlich eröffnet werden konnte. Diesen Part übernahm Bürgermeister Frank Emde, der dazu in die Gemeinde gekommen war.

Mit ihrer intensiven Kinder- und Jugendarbeit will die Gemeinde neben sinnvoller Freizeitgestaltung auch christliche Werte vermitteln. Dazu gibt es ab dem 20. März eine neue Jungschar-Gruppe, zu der alle Kinder zwischen 8 und 13 Jahren eingeladen sind. Die Gruppe trifft sich jeweils donnerstags von 17.30 bis 19 Uhr. Ansprechpartner ist Jörg Hentschel, der telefonisch unter der Rufnummer (01 72) 4 86 11 45 erreichbar ist.

Birgitta Negel-Täuber

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