Konzertierte Aktion für zwölfjährige Syrerin

Leben der kleinen Amena gerettet

Von Rolf Haase

Kierspe - Der örtliche Flüchtlingsarbeitskreis gehört mit zu den Spendern, die insgesamt rund 20 000 Euro aufgebracht haben, um die Operation und medizinische Versorgung einer zwölfjährigen Syrerin in Deutschland zu finanzieren. Die kleine Amena ist an einem Gehirntumor errankt, der sich immer weiter vergrößert hatte, während sie sich mit ihren Eltern in verschiedenen Flüchtlingscamps in Syrien sowie auch in der Türkei aufhielt. Sie konnte wegen der angespannten Lage im Land nicht richtig behandelt werden. Eine erste Operation hatte nicht zum gewünschten Erfolg geführt.

Der Meinerzhagener Onkel von Amena hatte sich mit einem Hilferuf an die SPD-Bundestagsabgeordnete Petra Crone gewandt, die sich dann zusammen mit ihrer Mitarbeiterin Doris Petermeier dafür stark machte, dass Amena nach Deutschland geholt werden konnte und ihr hier geholfen wurde. „Beteiligt an der Aktion waren das Auswärtigen Amt und die Ausländerbehörde. Zuerst gab es die Sorge, dass die Familie versuchen könnte, in Deutschland zu bleiben. Doch gelang es, diese auszuräumen. Über die deutsche Botschaft in Syrien erreichten wir, dass Amena mit ihrem Vater nach Deutschland einreisen durfte“, berichtet die Kiersper Bundestagsabgeordnete.

Am Dienstag der vergangenen Woche kamen die beiden über den Flughafen Frankfurt an und am Donnerstag wurde Amena dann im Jungstilling-Krankenhaus in Siegen erfolgreich von Professor Dr. Veit Braun operiert. Allerdings konnte der Tumor nicht vollständig entfernt werden, so dass jetzt noch eine Nachbehandlung erforderlich ist. Gleich nach der OP meldete sich der Chefarzt der Neurochirurgie bei Petra Crone und erklärte, dass alles gut verlaufen sei. „Und das Schönste für die Kleine war, wieder einmal in einem richtgen Bett zu liegen“, merkte der Mediziner an. Das trieb der Politikerin die Tränen in die Augen. Professor Braun hatte Amena genauso kostenlos operiert wie die Klinik das Mädchen und ihren Vater auch kostenlos untergebracht hatte.

Wie lange die Therapie jetzt dauert, steht noch nicht fest. Nach der Entlassung wird Amena erst einmal bei ihrem Onkel wohnen. Die entstehenden Kosten im Rahmen des Aufenthalts sind komplett gedeckt durch die Spenden, die neben dem Kiersper Arbeitskreis Flüchtlinge außerdem noch durch höhere Summen der Sparkassen Kierspe-Meinerzhagen und Lüdenscheid sowie der Flüchtlingsberatung des Diakonischen Werkes sowie weiterer Geldgeber, darunter auch Privatpersonen, zusammenkamen, wie Petra Crone informiert.

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