„Es lebe Europa“

+
Freuten sich, dass nach Montigny und Denton nun Kierspe Ausstellungsort der Exponate aus drei ehemals verfeindeten Ländern ist: Michèle Parent, Frank Emde, Karin Makereel, Rita Kimmel, Claudine Adroit, Harald Kredler, Christiane Busch sowie Francois Adroit.

Kierspe - „Vive l’Europe“ – „Es lebe Europa“, brachte es Michèle Parent im Anschluss an ihre kurze Ansprache auf den Punkt. Die stellvertretende Bürgermeisterin der Partnerstadt Montigny war Teil der französischen Delegation, die zur Eröffnung der Ausstellung „Kierspe, Montigny le Bretonneux und Denton – Unsere Soldaten im Ersten Weltkrieg“ am Montag in die Sparkasse gekommen war.

„Diese gemeinsame Ausstellung ist ein guter Beweis für unsere Partnerschaft“, sagte Parent und schloss sich den Worten ihrer Vorrednerin Claudine Adroit an: „Wir wollen uns an die Menschen unserer drei Ländern erinnern, die dieselben Qualen und Höllen erlebt und erlitten haben“, sagte Adroit, die in Montigny die Initiatorin der Ausstellung und somit auch der Aufarbeitung in den drei Partnerstädten war. Wie in der MZ berichtet, fand die Ausstellung im vergangenen Jahr anlässlich des 100. Jahrestages zum Weltkriegsbeginn 1914 zunächst in Montigny statt, im Frühjahr dieses Jahres in Denton und nun in Kierspe.

„Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart richtig einordnen“, sagte Bürgermeister Frank Emde, der, ebenso wie rund 40 weitere Gäste, der Eröffnung beiwohnte. Die Ausstellung zeige, dass die Städtepartnerschaft lebe. „Sie ermöglicht uns einen schönen Blick auf traurige Ereignisse.“

Die Weltkriegs-Ausstellung ist die erste in der Sparkassenhauptstelle an der Thingslindestraße nach der Umgestaltung des Service- und Empfangsbereichs. Rita Kimmel begrüßte die Gäste im Namen des Vorstandes und freute sich besonders, eine so „historisch wertvolle Ausstellung“ in der Sparkasse eröffnen zu dürfen: „Es ist etwas Wunderbares entstanden.“

Harald Kredler, Mitglied des Vereins für Städtepartnerschaft und wiederum Initiator der Ausstellung auf Kiersper Seite, ließ den Blick nochmal schweifen auf die Anfänge, als sich die Recherchearbeiten zunächst mühsam gestalteten. Gerade deshalb galt sein Dank den Bürgern, die letztendlich zum Gelingen der Ausstellung beigetragen hatten, indem sie Fund- und Erbstücke aus der Zeit des Ersten Weltkrieges beisteuerten.

Die Ausstellung „Kierspe, Montigny le Bretonneux und Denton – Unsere Soldaten im Ersten Weltkrieg“ ist noch bis zum 20. November zu sehen.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare