Kommunen „Oben an der Volme“ kaufen insgesamt 3000 Notfalldosen

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Haben sich für die Anschaffung von insgesamt 3000 Notfalldosen entschieden: Dagmar Schröder-Becker, Kristina Semeraro und Gerd Reppel (alle Stadtmarketing Kierspe), Silvia Markus und Heinz-Gerd Maikranz (beide Stadt Meinerzhagen), Claudia Wrede (Stadt Halver), Monika Ebbinghaus (Sozialausschuss Halver) und Gerwart Pätsch (Stadtmarketing Schalksmühle). Unterstützt wurden sie dabei von Regionalmanagerin Susanne Neumann.

Kierspe - Quasi im Eilverfahren wurde entschieden, dass durch die Leader-Förderung insgesamt 3000 sogenannte Notfalldosen für die Kommunen „Oben an der Volme“ angeschafft werden dürfen.

Am Dienstag konnten sich die Vertreter der einzelnen Gemeinden ihre Pakete im Kiersper Rathaus abholen. Was passiert, wenn in einem Ein- oder Zweipersonenaushalt, deren Anteil in Deutschland bei mittlerweile 75 Prozent liegt, ein Notfall eintritt. Nicht jedem gelingt es dann noch, Angaben zur eigenen Gesundheit, etwa im Bezug auf Allergien, zu machen. Eine Notfalldose kann ein wichtiger Helfer für Angehörige, Bekannte oder Rettungskräfte sein. 

Deshalb entschied man sich in den vier Kommunen, diese Dosen zu kaufen. Die Gesamtkosten dafür belaufen sich auf 4022,20 Euro. Über die Lokale Aktionsgruppe (LAG) der Leader-Region wurde bei der Bezirksregierung ein Antrag auf Förderung gestellt. Dieser wurde rasch bewilligt. „Das ist eines der am schnellsten abgeschlossenen Leader-Projekte, welches wir bisher hatten“, erklärt Regionalmanagerin Susanne Neumann. 

Solche Notfalldosen können Leben retten. Sie beinhalten wichtige Informationen zum Gesundheitszustand ihrer Besitzer.

Zu 65 Prozent, also mit 2614,43 Euro, wurde die Anschaffung durch das Förderungsprogramm unterstützt. Der verbleibende Eigenanteil von 1407,77 Euro wird je nach Anzahl der bestellten Dosen auf die jeweiligen Mitstreiter aufgeteilt: Das Stadtmarketing Kierspe und die Stadt Meinerzhagen zahlen jeweils 469,26 Euro (für jeweils 1000 Dosen), die Stadt Halver und das Stadtmarketing Schalksmühle jeweils 234,63 Euro (für je 500 Dosen). 

Vorgesehen ist, dass die Dosen notwendige medizinische Informationen enthalten, die eine Erst- oder eine spätere Versorgung gewährleisten sollen. Auf einem Vordruck können Vorerkrankungen, einzunehmende Medikamente oder andere Angaben notiert werden. Auch für eine Patientenverfügung ist Platz. „Ein guter Tipp ist es, seinen Hausarzt zu bitten, einen Medikamentenplan auszudrucken und diesen in der Dose aufzubewahren“, erklärt Gerd Reppel vom Stadtmarketing Kierspe. 

Informationen immer auf neustem Stand halten

Die Dose soll dann im Kühlschrank aufbewahrt werden. Sie beinhaltet zudem zwei Aufkleber, die gut sichtbar an der Innenseite der Wohnungstür und auf dem Kühlschrank angebracht werden sollen. „Wichtig ist, dass die Informationen in der Dose immer auf dem neusten Stand gehalten werden“, sagt Dagmar Schröder-Becker, ebenfalls vom Kiersper Stadtmarketing. 

Die Notfalldosen sind in den kommenden Tagen kostenfrei in den jeweiligen Kommunen erhältlich. Ausgabestellen sollen Bürgerbüros, Arztpraxen, Apotheken, Banken, Fitnessstudios, Physiotherapiepraxen, Rechtsanwaltskanzleien, Kirchen oder Seniorenzentren und Pflegeeinrichtungen sein.

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