Leader: Jugendliche sollen einbezogen werden

Die Mitarbeiter der Awo-Beratungsstelle setzen aufs Internet: Susanne Bisterfeld konnte ein ausgearbeitetes Projekt vorstellen.

Kierspe -  Fünf Gruppen, jeweils mit Fachleuten aus den vier Volme-Kommunen (Kierspe, Meinerzhagen, Halver und Schalksmühle) besetzt, haben sich zur Vorbereitung der Leader-Bewerbung gebildet. Am Montagmorgen tagte in Kierspe die Gruppe Wirtschaft (wir berichteten), am späten Nachmittag folgte die Gruppe Kinder und Jugend.

Von Birgitta Negel-Täuber

Rund 30 pädagogische Fachkräfte aus Jugendzentren, Beratungsstellen, Schulen und Verwaltungsmitarbeitern berieten gut zwei Stunden über mögliche, vor allem aber nachhaltige Projekte, die allen Kommunen zugute kommen. „Es haben sich relativ schnell drei Schwerpunkte herausgebildet“, sagte Moderatorin Susanne Neuland. Unter den Stichpunkten Prävention, Beteiligung und Freizeitgestaltung wurden die Belange der Kinder und Jugendlichen, aber auch ihrer Eltern in den Blick genommen.

Disco-Bus und andere rollende Angebote

Im Bereich der Prävention konnte Susanne Bisterfeld von der Awo-Beratungsstelle bereits ein ausgearbeitetes Projekt vorstellen, das Susanne Neuland als bewerbungsfähig ansah. Bereits seit einigen Jahren bietet die Beratungsstelle eine Online-Beratung für Kinder und Jugendliche an. Denkbar wäre auch ein Online-Erziehungskurs zur Stärkung der Eltern „von Anfang an“, also beginnend mit der Geburt der Kinder. Der sollte mit Präsenztagen verbunden werden und mehrsprachig angelegt sein, um auch Eltern mit Migrationshintergrund zu erreichen.

Diskutiert wurde außerdem, ob man die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen nicht in den Bewerbungsprozess einbeziehen solle. Das sei nicht hilfreich, solange unklar sei, ob die Volme-Region überhaupt den Zuschlag bekäme, meinte Susanne Neuland dazu. Eine konkrete Idee gab es aber schon: Das Konzept des Junior-Managers, das die Sportjugend NRW praktiziert, könnte als Vorbild für alle Kommunen dienen. Im Bereich Freizeitgestaltung wurden vor allem Verbesserungen der Infrastruktur angemahnt. Vom Disco-Bus über rollende Angebote im Jugendbus bis zu Kooperationen zwischen Schulen, Vereinen und Kommunen reichte das Spektrum der Vorschläge. Damit es nicht bei Absichtserklärungen bleibt, drängte Susanne Neuland auf die Benennung von Ansprechpartnern für einzelne Projekte. Weil alle vom Erfolg der Bewerbung ausgehen, regte Neumann bereits die Gründung einer lokalen Aktionsgruppe an, bestehend aus Mitgliedern sämtlicher Fachgruppen. Die sollte „den Geist der Entwicklung der Region in den nächsten Jahren mittragen.“

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