Ein wichtiger Schritt in Richtung Ortsumgehung

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Eine städtische Planungsskizze zur Ortsumgehung B54n. Die geplante Trassenführung werde nach derzeitigem Stand aber deutlich weiter vom Siedlungskörper geführt und voraussichtlich in Höhe Handweiser (unterhalb des Abzweigs zum Berken) auf die L528 führen.

Kierspe - Es sei schon „eine kleine Überraschung“ gewesen, als Olaf Stelse am Donnerstagmorgen die Nachricht erhielt, dass die Ortsumgehung Lausebergaufstieg im Bundesverkehrswegeplan 2030 ausgewiesen ist. „Es ist der erste Schritt in die richtige Richtung“, betonte der Beigeordnete und Kämmerer der Stadtverwaltung im Gespräch mit unserer Zeitung.

Die Ortsumgehung B54n ist eine von 700 Verkehrsprojekten, die der Bund bis zum Jahr 2030 auf den Weg bringen will. „Es war unser Ziel, in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen zu werden“, sagt Stelse über das Großprojekt, das die Verkehrssituation in Kierspe deutlich entschärfen soll. Bereits seit mehr als 20 Jahren sind Ortsumgehungen in Kierspe im Gespräch, konkrete Planungen zur B54n laufen bereits seit mehr als zehn Jahren, erinnert sich Rainer Schürmann, Leiter des städtischen Bauamtes.

Mit der Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan kann das Projekt nun aber in eine neue Phase starten, waren es doch nicht zuletzt auch die immensen Kosten, die die Realisierung einer Ortsumgehung aus städtischer Sicht ins Wanken gebracht hatten. Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 28,9 Millionen Euro kalkuliert der Bund die Maßnahme in Kierspe, die sich auf einer Länge von 3,7 Kilometern erstreckt. Zwar wird der Lausebergaufstieg mit der Priorität „vordringlicher Bedarf“ gekennzeichnet, allerdings gibt der Verkehrswegeplan derzeit noch keinen Planungsbeginn vor.

„Vordringlicher Bedarf bedeutet, dass das Vorhaben bis 2030 umgesetzt beziehungsweise begonnen werden soll“, relativiert Stelse den Status. „Die Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan ist der Beginn. Nun ist der gesetzliche Auftrag an die Behörden erteilt“, freut sich der Beigeordnete über das positive Signal seitens des Bundes. Er werde das weitere Vorgehen nun genauestens verfolgen, rechne allerdings erst im Herbst mit weiteren Schritten.

Auch Bundestagsabgeordneter Dr. Matthias Heider (CDU) äußerte sich erfreut über die Neuigkeiten für Kierspe: „Ein schöner Erfolg für unsere langjährigen Anstrengungen. Der Einsatz der Politik zeigt auch hier seine Früchte. Ich freue mich für die Bürger und die aus der Ortsumgehung entstehenden Entlastungen.“ Landtagsabgeordneter Gordan Dudas (SPD) sagte im Rahmen einer Pressemitteilung: „Mit Aufnahme der enorm wichtigen Verkehrsprojekte ist der Bund den Vorschlägen des Landes NRW und somit auch der Kommunen gefolgt.“

Die Öffentlichkeitsbeteiligung beginnt nach Informationen des zuständigen Bundesverkehrsministeriums am kommenden Montag, 21. März. Den Bundesverkehrswegeplan 2030 und alle dazugehörigen Informationen zur Beteiligung finden Interessierte im Internet unter: www.bvwp2030.de.

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