Sri Lanka-Abend gibt Einblicke in fremde Kultur

Mangala Friedrich, Dulika Billhard und Chandrika Bremicker (von links nach rechts), hier mit Ursula Reyher von der Eine-Welt-Initiative, gaben fachkundige Auskünfte über ihr Heimatland Sri Lanka.

RÖNSAHL ▪ „Wir möchten Ihnen heute Abend einen Einblick in Geografie, Bevölkerung, Geschichte und politische Situation Sri Lankas, der wunderschönen Insel im Indischen Ozean geben“, eröffnete die Vorsitzende der Eine-Welt-Initiative Ursula Reyher am Freitagabend im Bürgerzentrum des Rathauses das Kooperationsprojekt mit der VHS Volmetal.

25 Gäste aus Kierspe, Meinerzhagen, Halver, Schalksmühle und Schwelm ließen sich bei landeskundlichen Informationen, klassischer singhalesischer Musik und einem leckeren landestypischen Essen zu einer Reise in das üppige tropische Paradies entführen. In leuchtende Saris und Shalwar Kameez (Hosenanzug) gekleidet, gaben Chandrika Bremicker, Mangala Friedrich und Dulika Billhard als charmante singhalesische Botschafterinnen fachkundige Auskünfte über ihr Heimatland.

Der Film „Reiselust Sri Lanka“ war zwar schon etwas veraltet, fing aber mit seinen farbenprächtigen Bildern einer Zugreise von der Hauptstadt Colombo ins Hochland und der alten Königsstadt Kandy die vielfältigen Reize der Insel anschaulich ein. Von den herrlichen Sandstränden am Indischen Ozean aus reisten die Besucher hinauf nach Nuwara Eliya, der höchstgelegenen Region des Landes. Dort begleiteten sie eine der 500 000 Teepflückerinnen bei ihrer Arbeit in den üppigen Teeplantagen und lernten den buddhistischen Tempel des Zahns in Kandy kennen, in dem ein Backenzahn Buddhas als Reliquie verehrt wird.

Für aktuelle Landesinformationen sorgte Birgit Ijewski mit ihrem anschließenden Referat. Sie ließ die über 2000-jährige wechselvolle Geschichte der Insel Revue passieren und widmete sich vor allem dem Bürgerkrieg zwischen Tamilen und Singhalesen. „Nach knapp 30 Jahren, in denen 100 000 Menschenden Tod fanden, erklärte Ministerpräsident Mahinda Rajapaksa den Krieg im letzten Jahr für beendet“, berichtete die Referentin. Heute gehöre Sri Lanka zu den sogenannten Schwellenländern. Vor allem der Dienstleistungssektor und die Textilindustrie seien beträchtlich gewachsen, während die Landwirtschaft deutlich abgenommen habe. Inzwischen ist auch die Analphabetenrate auf unter sechs Prozent gesunken.

Zu den Klängen der Sitar von Agith Perera ließen sich die Besucher Safranreis, Dal (Linsengericht), Hähnchen, Bohnen, Papadam (Getreidefladen) und Brotpudding schmecken. Einige versuchten sogar stilecht mit der Hand zu essen. Bei der Verwendung der Gewürze Kurkuma, Curry, Kardamon und Kariblätter hatten Chandrika Bremicker, Mangala Friedrich und Dulika Billhard viel Rücksicht auf deutsche Geschmacksnerven genommen. Unterschiedliche ceylonesische Hochlandteesorten aus dem Angebot des Eine-Welt-Ladens rundeten das landestypische Mahl ab.

Angeregt plauderten die Gäste über ihre Reiseerlebnisse auf Sri Lanka. Gerne nutzten sie die Gelegenheit, die Singhalesinnen intensiv über ihr Heimatland zu befragen und das ceylonesische Kunsthandwerk zu bewundern, das die drei von ihrer Insel mitgebracht hatten. ▪ msh

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