Landwirte arbeiten mit Leidenschaft

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Heinz Wennekamp (Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Ortsverbandes), Karl-Wilhelm Biewald (Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Ortsverbandes Meinerzhagen/Valbert), Helmut Eckern (Sprecher des Ausschusses für Öffentlichkeitsarbeit im Landwirtschaftlichen Kreisverband), Thomas Hedfeld (Landwirt aus Rönsahl), Bärbel Balke und Heike Wennekamp (Mitglieder des Ausschusses für Öffentlichkeitsarbeit) sowie Rainer Grafe (Wieseneigentümer) brachten das Plakat an der L 528 an. ▪

KIERSPE ▪ Landwirtschaft, das bedeutet mehr als Kühe melken und Gülle fahren, da sind sich Kierspes Landwirte einig. Leidenschaft und Idealismus seien die Eigenschaften, die ein Landwirt mitbringen muss. Doch das sei vielen Verbrauchern nicht bewusst. Das soll sich nun ändern. Ein großes Plakat soll Verbraucher auf die Arbeit der Landwirte aufmerksam machen. „Arbeit mit Leidenschaft“, lautet der Titel der Imagekampagne, die nun auch an der L 528 zu sehen ist.

Egal, ob Regen, Schnee, Sturm oder 40 Grad im Schatten; egal, ob Urlaub, Krankheit oder Familienfeste: Wenn das Feld oder das Tier rufen, sind Kierspes Landwirte zur Stelle. Einen klaren Acht-Stunden-Arbeitstag kennen sie nicht. Sie arbeiten 365 Tage im Jahr, manchmal mehr als zwölf Stunden pro Tag. „Landwirtschaft pflegt die Kulturlandschaft, schafft Arbeitsplätze und produziert hochwertige Lebensmittel, da gehört schon ordentlich Leidenschaft zu, wenn man dieser Arbeit gewachsen sein will“, erklärt Heinz Wennekamp, Vorsitzender des Landwirtschaflichen Ortsverbandes. Und genau diese Leidenschaft möchten die Landwirte mit einer Plakataktion ins Bewusstsein der Verbraucher holen. Die Bauern wollen damit auf ihre gesamtgesellschaftlichen Leistungen aufmerksam machen.

An der L 528 haben die landwirtschaftlichen Ortsverbände Meinerzhagen und Kierspe ein großes Plakat gut sichtbar an einem Ballenwagen angebracht. Mit dem aktuellen Slogan „Unsere Leistung ist Ihr Geld wert!“ seien die Plakate die sichtbare Einladung zum Dialog über die Leistungen der Landwirte und die gesellschaftlichen Ansprüche an ihre Arbeit.

„Die Menschen sehen immer, wenn wir Gülle fahren oder bis spät abends mit dem Traktor durch das Dorf fahren, um unser Silo einzubringen, sie sehen aber nicht, dass wir ihnen so nicht nur die Landschaft erhalten, sondern auch Lebensmittel und Energie liefern“, erklärt Helmut Eckern, Sprecher des Ausschusses für Öffentlichkeitsarbeit im Landwirtschaftlichen Kreisverband. Im gesamten Landesverband sind mehr als 100 Großplakate in der Landschaft platziert worden. Sie sind Teil der im vergangenen Jahr begonnenen Kommunikationsaktion „Arbeit mit Leidenschaft“.

„Diese soll verdeutlichen, dass die Bauern Leistungen erbringen, die nicht über den Preis von Milch, Eiern, Kartoffeln oder Fleisch abgegolten werden“, so Wennekamp. Dabei stehen laut Landwirtschaftsverband einige Argumente besonders im Fokus: Die deutsche Kulturlandschaft mit ihren Felder und Weiden, Hecken und Wäldern trage seit jeher die Handschrift der Bauern. Gepflegt werde sie unentgeltlich. Nach einer aktuellen Untersuchung der Stiftung Westfälische Landschaft erbringt jeder Landwirt in Westfalen-Lippe damit Leistungen im Gegenwert von rund 2500 Euro. Würden externe Dienstleiter diese Leistungen übernehmen, würden Kosten in Höhe von 120 Millionen Euro pro Jahr entstehen.

Zudem sei die Landwirtschaft ein großer Arbeitgeber. Jeder achte Arbeitsplatz sei mit der Landwirtschaft verbunden. Sei es in der Futter- oder Lebensmittelbranche. ▪ Lydia Machelett

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