Der kaukasische Riesenbärenklau ist gefährlich

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Der Riesenbärenklau ist in Kierspe weit verbeitet – in einem katastrophalen Ausmaß, wie Michaela Diller warnt.

Kierspe - Wer im Volmetal unterwegs ist, braucht nicht allzu lange, um „fündig“ zu werden: Der kaukasische Riesenbärenklau hat sich entlang des Flusses breit gemacht, auch in Kierspe – und das freilich nicht erst in diesem Jahr, sondern bereits seit Jahrzehnten.

Allerdings: Stand Sommer 2018 hat die Ausbreitung der Giftpflanze besonders heftige Formen angenommen. Mit entsprechend deutlichen Worten mahnt und warnt Landschaftswächterin Michaela Diller: „In Kierspe ist es eine Katastrophe. Es muss sehr dringend etwas unternommen werden“, appelliert sie an die Verantwortlichen der Stadt und des Landesbetriebes Straßen.NRW. und weist eindringlich darauf hin, dass die Bekämpfung des auch als Herkulesstaude bekannten Riesenbärenklaus an manchen Stellen längst überfällig ist. 

Das Gewächs müsse „vor dem Aussamen bekämpft werden“, so die Biologin. „Jetzt ist es fast schon zu spät.“ Besonders betroffen sei der Bereich Bollwerk, weiß Michaela Diller. „Ganz schlimm ist es auch in Rehsiepen“, betont sie. In Vorth und Vollme sei der kaukasische Riesenbärenklau ebenfalls verbreitet. Auf die Gefahren dieses Doldenblütlers und die Notwenigkeit der Bekämpfung ihrer Ausbreitung hinzuweisen, ist der Volmetalerin schon lange ein wichtiges Anliegen. In der jüngeren Vergangenheit hatte die aus Kierspe stammende Meinerzhagenerin mit einem Original der Pflanze beim Autofreien Volmetal 2017 an einem Stand des BUND an der Fußgängerbrücke kurz vor Bollwerk sowie mit einem großen Plakat bei der Eröffnung des Volme-Freizeitparkes auf das Problem aufmerksam gemacht. 

Kontakt mit Pflanze führt zu Verletzungen „Es wird immer gefährlicher – auch für unsere Kinder“, warnt Michaela Diller vorm Riesenbärenklau, kann für Menschen doch der direkte Kontakt mit dem Gewächs zu schmerzhaften Hautverletzungen führen.

Für die Landschaftswächterin ist klar: In Kierspe werde insgesamt zu wenig gegen diese Giftpflanze unternommen. Wobei sie aber auch lobend erwähnt, dass der Bauhof Kierspe und auch die Straßenmeisterei Herscheid schon an einigen Stellen aktiv geworden seien. 

Anerkennende Worte kommen von Michaela Diller in Sachen Volme-Freizeitpark. „Der ist eine ganz tolle Sache und bietet für die Kinder viele Möglichkeiten zum Spielen“, lobt sie. Aber: „Ansonsten ist die Volme ein so undurchdringlicher Dschungel, dass dort niemand mehr irgendwo hingehen kann“, äußerst sie ihre Besorgnis und hofft, dass dem Riesenbärenklau in Kierspe bald der Garaus gemacht wird.

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