Spende an "Hand in Hand": Für ein besseres Leben der Kinder

+
Landrat Thomas Gemke (rechts) übergab einen symbolischen Scheck in Höhe von 2500 Euro an die Mitarbeiter des sozialen Bürgerzentrums Hand in Hand. 

Kierspe - Es ist eng, es ist laut – vor allem aber ist es eine Gemeinschaft, die sich in den Räumen des Sozialen Bürgerzentrums mittwochs trifft. Dazu gehören auch viele Kinder, die in einer Ecke des Raumes betreut werden.

Damit dieses in Zukunft noch besser gelingt, wird eine Spende des Kreises dort zielgerichtet eingesetzt. Seit fast neun Jahren werden im Sozialen Bürgerzentrum Hand in Hand Lebensmittel ausgegeben – mittlerweile sogar an zwei Terminen im Monat. Das sind die Tage, an denen immer drangvolle Enge in dem ehemaligen Gemeindehaus am Felderhof herrscht – nicht nur vor der Ausgabe, sondern vor allem im Begegnungscafé, das im großen Saal stattfindet.

Seit drei Jahren ist es bunter geworden, die Sprachen internationaler – vor allem aber voller. Das macht sich auch in der Ecke des Raumes bemerkbar, in dem die Kinder betreut werden. Ehrenamtliche spielen mit den Kleinen, passen auf sie auf und helfen bei Sprachschwierigkeiten. Mitten in dieses Getümmel kam am Mittwoch noch eine große Abordnung. Landrat Thomas Gemke war aus Lüdenscheid gekommen, um dem Verein Hand in Hand eine Spende zu überreichen. 

Vor sieben Jahren hatte der Kreis eine Erbschaft erhalten, eine Stiftung gegründet und den Geldsegen in Höhe von 200 000 Euro gut angelegt. Die Erträge sollen – so sieht es der Stiftungszweck vor – der Kinder- und Jugendarbeit zugute kommen. In diesem Jahr durften sich die Mitarbeiter von Hand in Hand über das Weihnachtsgeschenk in Höhe von 2500 Euro freuen. Wolfgang Koll, Erster Vorsitzender des Vereins, wusste auch schon, wie das Geld eingesetzt wird: „Wir können dann neues Mobiliar für den Kindertreff anschaffen und auch Geld für die Familientagesfahrten, die wir einmal im Jahr anbieten, bereitstellen.“ 

Ein weiterer Teil des Geldes soll für den Kauf von haltbaren Lebensmitteln verwendet werden. Rund 30 Prozent der Menschen, die von unserer Ausgabe profitieren, sind Kinder und Jugendliche“, erzählt Koll. Zuvor hatte er schon dem Landrat von den vielfältigen Aufgaben berichtet, die sich Hand in Hand in den fast zehn Jahren seines Bestehens auferlegt hat. In diesem Zusammenhang erklärte er auch den unterschiedlichen Ansatz, den der Kiersper Verein und die Tafeln haben. „Während die Tafeln aus der Idee, Lebensmittel nicht verkommen zu lassen, heraus gegründet wurden, stand bei uns der Mensch im Mittelpunkt. Deshalb kaufen wir auch haltbare Lebensmittel zu, die den Empfängern helfen sollen – auch über die Ausgabetage hinaus“, so Koll.

Insgesamt sind mittlerweile rund 140 Ehrenamtliche in dem Verein tätig. Koll: „Die brauchen wir auch, um niemanden zu überfordern.“ Um die Bedeutung der Arbeit des Sozialen Bürgerzentrums zu unterstreichen, war auch Bürgermeister Frank Emde zu der Scheckübergabe gekommen und richtete den Dank von Rat und Verwaltung aus, der zeigte, dass es nicht als selbstverständlich angesehen wird, dass die Einrichtung vor Ort mit einer Spende in dieser Höhe bedacht wird.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare