Landfrauen präsentieren bunte Kürbisse

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Auf der Landesgartenschau wurde der schwerste Kürbis Westfalens gesucht und auch gefunden.

KIERSPE/HEMER ▪ Die Sonne lachte von einem wolkenlosen Himmel und rund 21 000 Besucher genossen das goldene Oktoberwochenende auf der Landesgartenschau. Und mittendrin die Kiersper Landfrauen, die auf dem „Treffpunkt Landwirtschaft“ zum großen Kürbisfest eingeladen hatten.

Halloween brachte den Kürbis, die größte Beere der Welt, groß heraus. Denn der Kürbis ist, erstaunlich aber wahr, im botanischen Sinne eine Beere. Kürbisse können, in seltensten Fällen zwar, bis zu 750 Kilogramm schwer werden. Einzelne Exemplare erreichen noch ein größeres Gewicht. Erst vor wenigen Tagen wurde aus den USA ein neuer Weltrekord vermeldet: Der Riesenkürbis brachte es bis auf rund 820 Kilogramm.

Seit mehreren hundert Jahren werden immer neue Kürbissorten gezüchtet. Heute gibt es etwa 800 verschiedene Arten, die sich in Form, Farbe, Größe und Geschmack unterscheiden. Und eine Vielzahl der kalorienarmen Früchte konnte auf der Gartenschau begutachtet oder auch erworben werden, sei es als komplette Frucht oder verarbeitet zu Sekt, Gelee und Marmelade.

Dazu hatten sich die Kiersper nette Dekorationen einfallen lassen wie Kürbisschnecken, die Biene Maja mit Willi oder aber aus verschiedenen Kleinkürbissen gestaltete Stadtwappen der Städte Hemer und Kierspe.

Nicht nur Kürbisse hatten die Kiersper Landfrauen um Bärbel Balke mit zum Jüberg geschafft.

Auch für musikalische Unterhaltung war gesorgt. Frank Schröter mit seiner nostalgischen Schwarzwälder Bruderorgel anno 1914 sowie die Jugendbigband Kierspe unterhielten die überaus zahlreichen Besucher.

Kreativität war für die jüngeren Gäste angesagt. Diese konnten sich im Kürbisschnitzen üben und sich ihre Halloween-Gruselfratze erarbeiten.

Das Highlight der Veranstaltung jedoch war der Wettbewerb um den schwersten Kürbis. Die Hobbygärtner Westfalens waren aufgerufen, ihre Erzeugnisse nach Hemer zu schaffen, um diese dann von fachkundigen Juroren wiegen zu lassen. Die Familie Hülsmann aus Werne schoss dabei den Vogel ab und stellte gar die beiden gewichtigsten Früchte. Mit 352 kg ging eines der gewaltigen Prachtexemplare, heran gekarrt mit Hilfe eines Gabelstaplers, von der Waage. Das zweite Riesending brachte es immerhin auf 260 Kilogramm. Als Preis freuten sich die Werner über einen elektrischen Rasenmäher sowie fünf Tage mit Übernachtung und Frühstück in einem Heuhotel ihrer Wahl. 250 Kilogramm und Platz drei heimste die Familie Gerth aus Soest ein.

Für das leibliche Wohl hatten die Landfrauen Kaffee, Waffeln und Kuchen vorbereitet. Reißenden Absatz fanden auch Blaudrucke, selbst angesetzter Heulikör sowie das „Hexenblut“, ein warmer Kirschsaft, wahlweise serviert mit Rum oder Grenadine und Sahne. ▪ toe

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