Landfrauen bundesweit die Nummer eins

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Bärbel Balke (links) und Magdalena Kremer (Zweite von links) nahmen den Preis für die Kiersper Landfrauen entgegen. Übergeben hatte diesen die Präsidentin des Bundesverbandes der Landfrauen, Brigitte Scherb (Fünfte von links).

Kierspe - Mit einem solchen Erfolg hatten die Kiersper Landfrauen nicht gerechnet. Bei einem bundesweiten Wettbewerbs ihres Dachverbandes haben sie den ersten Platz belegt.

Den Preis nahmen zwei Kiersperinnen in Hamburg aus den Händen der Präsidentin des Bundesverbandes entgegen. Die Mitgliederzahlen der Landfrauen in den 10 960 Ortsverbänden in Deutschland gehen zurück. Kein Wunder, dass der Bundesverband und die Landesverbände nach Wegen suchen, diesen Trend zu stoppen oder umzukehren. „Mehr Landfrauen fürs Land – Wettbewerb zur erfolgreichen Mitgliederwerbung“ nannte sich der Aufruf, der zum Zweck haben sollte, erfolgreiche Konzepte eventuell auch in anderen Ortsverbänden anzuwenden.

Verband auf 130 Mitglieder angewachsen

Schaut man sich die Mitgliederentwicklung in Kierspe an, darf man eigentlich nicht überrascht sein, dass die Kiersper mit der Vorstellung ihres Konzeptes ganz weit vorne gelandet sind. Denn schließlich ist der Verband auf mittlerweile 130 Mitglieder angewiesen. Allein die Gründung der jungen Landfrauen vor wenigen Jahren brachte dem Verband 30 neue Frauen.

"Sehr oft auf unser Modell angesprochen"

„Wir wurden auf unser Modell auch sehr oft angesprochen“, freut sich Bärbel Balke, die gemeinsam mit Magdalena Kremer nach Hamburg zur Versammlung des Bundesverbandes gefahren war, um den Preis entgegenzunehmen. An dem Abend der Preisverleihung mussten sie sich aber etwas gedulden, weil zuvor noch der Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein, Torsten Albig, eine Rede hielt. Danach gab es dann die Siegerurkunde aus den Händen von Brigitte Scherb, der Präsidentin des Bundesverbandes. Insgesamt hatten sich 31 Ortsverbände an dem Wettbewerb beteiligt. Drei wurden an dem Abend in Hamburg ausgezeichnet.

Besichtigungen am zweiten Tag

Für Balke und Kremer war die Veranstaltung noch nicht zu Ende. Am kommenden Tag standen Besichtigungen auf dem Programm. Die Führungen zu einem Obstbauernhof, einer Baumschule und einem Erlebnisbauernhof mit großem Hofcafé übernahmen die Landfrauen, die auch die Objekte ausgesucht hatten.

Besonderheit: Aktionen mit und ohne Kinder

Lobend erwähnt wurde bei der Preisverleihung unter anderem, dass es Veranstaltungen mit und ohne Kinder gebe. „So etwas gibt es unseres Wissens sonst in ganz Deutschland nicht“, erzählt Kremer nicht ohne Stolz, wobei sie unterstrich, dass diese Aktionen aber nicht Überhand nehmen sollen, damit sich auch Frauen ohne Kinder noch wohlfühlten. Überhaupt sei es den Landfrauen wichtig, dass alle Frauen nach ihren Fähigkeiten in die Aktionen eingebunden werden und jede sich mit ihren Interessen wiederfindet. „Wir versuchen deshalb auch immer die neuen Mitglieder in die Abläufe und Aktivitäten einzubeziehen“, erklärt Sylvia Grafe, die den Landfrauenverein Kierspe leitet.

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