Land- und Forstwirtschaft geht in Kierspe zurück

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Die land- und forstwirtschaftlich genutzten Flächen in Kierspe sind in den vergangenen zehn Jahren weiter zurückgegangen, wie eine Katasterflächenerhebung des Statistischen Landesamtes des Landes NRW zeigt. ▪

KIERSPE ▪ Nur geringfügigen Veränderungen sind in den vergangenen zehn Jahren die Flächen unterworfen, die in Kierspe land- und forstwirtschaftlich genutzt werden: Waren es 2000 29 194 Quadratmeter, die Bauern bewirtschafteten, was 40,8 Prozent der Gesamtfläche sind, hat sich diese Zahl bis zu diesem Jahr etwas auf 28 800 Quadratmeter oder 40,3 Prozent verringert. Dies könnte ein Einfluss des fortschreitenden Höfesterbens sein.

Insgesamt ist die landwirtschaftlich genutzte Fläche in Nordrhein-Westfalen von 2000 bis 2010 um 650 Quadratkilometer zurückgegangen – eine Größenordnung, die fast der Gesamtfläche der Städte Düsseldorf, Duisburg und Essen zusammen (660 Quadratkilometer) entspricht. Wie das Statistische Landesamt in seiner Erhebnung der Katasterflächen mitteilt, nimmt die landwirtschaftlich genutzte Fläche mit 16 794 Quadratkilometer knapp die Hälfte der gesamten Landesfläche (34 088 Quadratkilometer) ein. Mit 49,3 Prozent liegt ihr Anteil jedoch unter der 50-Prozent-Marke.

Den höchsten Anteil der Landwirtschaftsfläche an der kommunalen Gesamtfläche hat die Gemeinde Titz (Kreis Düren) mit 85 Prozent. Die Nachbarstädte von Kierspe, Meinerzhagen und Halver, liegen bei 31,9 Prozent beziehungsweise 50,9 Prozent Landwirtschaftsfläche.

Bei der Waldfläche rangiert Kirchhundem (Kreis Olpe) mit einem Anteil von 75 Prozent vorn. Die Waldfläche in Kierspe hat sich nur leicht von 33 939 (47,4 Prozent) auf 33 910 Quadratmeter (47,3 Prozent ) verringert. In Meinerzhagen macht der Wald 54,6 Prozent aus und in Halver 34,7 Prozent.

Kaum nennenswert gesenkt hat sich ebenfalls die Wasserfläche von 1025 auf 1020 Quadratmeter, wobei aus dem Grund ihr prozentualer Anteil an der Gesamtfläche des Stadtgebietes mit 1,4 Prozent gleichgeblieben ist. Hier ist NRW-weit die Stadt Rees mit 12,3 Prozent an Wasserflächen der Spitzenreiter.

Die Gebäude- und Freiflächen einschließlich Gewerbebetriebe haben heute einen Anteil von 7,1 Prozent (5070 Quadratmeter) an der Gesamtfläche des Stadtgebietes, von übrigens 71 630 Quadratmetern. Hier gab es in den vergangenen zehn Jahren eine Steigerung um 6,8 Prozent von 4749 Quadratmetern in 2000 (6,6 Prozent). Zugenommen hat die Gebäude- und Freifläche auch in Meinerzhagen um 5,8 Prozent auf 7170 Quadratmeter (6,2 Prozent) und in Halver um 7,3 Prozent auf 5700 Quadratmeter (7,4 Prozent). NRW-weit hat die Stadt Herne hier mit 44,2 Prozent ihrer Gesamtfläche den höchsten Anteil. ▪ rh

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