Kinder malen Bilder für Seniorenresidenz

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Die Ergebnisse des Kunstprojektes „Guten Appetit“ können jetzt in der Seniorenresidenz bewundert werden. Acht Kinder gestalteten zusammen mit der Künstlerin Sophia Beste Bilder mit kulinarischen Motiven.

Kierspe - „Guten Appetit“ war ein Kunstprojekt überschrieben, das das Jugendzentrum Kierspe zusammen mit der Kiersper Künstlerin Sophia Beste ins Leben rief, um den Zugangsbereich zu Cafeteria und Küche der Residenz auszuschmücken.

An fünf Freitagen haben acht Mädchen und Jungen zusammen gemalt, bevor fünf „kulinarische Gemälde“ mit dem letzten Pinselstrich vollendet wurden. „Die Bilder sind viel zu schön für den Küchengang“, befand Sabine Troschinski, Leiterin der Residenz. „Wir haben uns entschieden, sie stattdessen im Speiseraum aufzuhängen.“

Mit einem Glas Saft oder Sekt stießen dann nicht nur die Künstler, sondern auch Sabine Troschinski, die Künstlerin Sophia Beste, Christian Schwanke vom Jugendzentrum und die Senioren auf das gelungene Projekt an. Viele Betrachter gaben Sabine Troschinski recht und bestätigten, dass die Bilder in einem Raum viel besser zur Geltung kommen als in einem schmalen Gang. Mit leuchtenden Farben und ansprechenden Motiven machen die neuen Wanddekorationen Lust aufs Essen. Die Padberger Käseplatte mit Käse und Wein wirkt ebenso verlockend wie die Rönsahler Forelle mit ihren roten Punkten. Der Schleiper Hummer mit Zitrone und Wein scheint gerade erst aus dem Teich hinter dem Schleiper Hammer gefischt worden zu sein. Beim Kiersper Eintopf leuchten die roten Paprika, der Knoblauch und die Weinflasche dem Betrachter einladend entgegen.

Als Motive für das Kunstprojekt „Guten Appetit“ hatte Sophia Beste mit den Kindern Massimiliano, Justin, Dennis, Jakob, Moritz, Pascal, Mara und Julia fünf kulinarische Gemälde nach den Originalen des Norddeutschen Künstlers Ole West ausgesucht.

„Schollenwatt“, „Lass uns ein büschn was kochen“ oder „Muscheln“ dienten als Vorlage und wurden auf Kiersper Gegebenheiten verändert. So besorgte sich Sophia Beste von Grünenbaum, Rönsahl und Padberg Kopien alter Landkarten und klebte sie als Collage ein. Zusammen mit den Kindern besprach die Künstlerin die Motive und entwarf sie mit ihnen. So erhielten die Rönsahler Bilder Zeichnungen der Historischen Brennerei oder der Ölmühle, der Schleiper Hammer war in einem Hummerbild vertreten.

Die Kinder verwendeten bei ihrer kreativen Arbeit Guachefarben. Diese könne man auch später noch verändern, erläuterte Künstlerin Sophia Beste. Ganz nebenbei lernten sie etwas von der kleinen Farbenlehre und über Kontraste in Bildern. Die Mädchen und Jungen hatten viel Spaß bei der Aktion. Daher könnte es sein, dass sie dem Wunsch von Sabine Troschinski nachkommen und sich noch einmal zu einem Projekt zusammenfinden. Schließlich gibt es noch viele weiße Wände in der Residenz.

Gertrud Goldbach

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