Auf kürzestem Weg zur Notfallpraxis

KIERSPE/MEINERZHAGEN – Für den reformierten ärztlichen Notfalldienst im Landesteil Westfalen-Lippe fiel am Dienstag um 18 Uhr der Startschuss. Dadurch ergaben sich auch für die Kiersper Bürger Neuerungen. Der Notdienst ist nun unter der neuen Notfallnummer 01 80 / 50 44 100 erreichbar. Für den Großteil der Kiersper befindet sich die nächst gelegene Notfallpraxis im Klinikum Lüdenscheid, Paulmannshöher Straße 14.

Für die Bewohner in Rönsahl stellt dies allerdings nicht die optimale Lösung dar – für sie ist die direkt angrenzende, zum Oberbergischen Kreis zählende Stadt Wipperfürth wesentlich schneller zu erreichen. Für den Standort Wipperfürth ist jedoch nicht die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Westfalen-Lippe, sondern die KV Nordrhein zuständig.

Dies warf für die Rönsahler nun die Frage auf, ob sie fortan überhaupt eine Notfallpraxis in Wipperfürth nutzen dürfen. Doch Andreas Daniel, Pressesprecher der KV Westfalen-Lippe, und Karin Hamacher, Pressesprecherin der KV Nordrhein, geben Entwarnung. „Jede Praxis nimmt alle gesetzlich und privat versicherten Patienten an“, sagt Daniel. Hamacher bestätigt diese Information. So könnten auch Rönsahler die Notfalldienstpraxis nutzen, die am St. Josef-Krankenhaus in Wipperfürth, Alte-Kölner-Straße 9, eingerichtet ist.

Ähnliche Situationen gibt es in Meinerzhagen. Die Bewohner Valberts haben die Möglichkeit, im Nachbarkreis Olpe die Notfallpraxis im Attendorner St. Barbara Krankenhaus, Hohler Weg 9, aufzusuchen. Und Meinerzhagener, die nahe an der Grenze zum Oberbergischen Kreis wohnen, können die allgemeinärztliche sowie die kinderärztliche Notfallpraxis am Kreiskrankenhaus Gummersbach, Wilhelm-Breckow-Allee 20, nutzen.

Beim Fahrdienst für Hausbesuche hat der Patient nicht die freie Wahl

Anders verhält es sich allerdings mit dem Fahrdienst zu Hausbesuchen. Hierbei haben Patienten nicht die freie Wahl. Im Regelfall seien keine Hausbesuche im benachbarten Kreis möglich, betont Daniel. Beim Anruf unter der Notfallnummer 01 80 / 50 44 100, die übrigens in ganz Nordrhein-Westfalen gültig ist, werde dem Patienten ein Arzt aus dem „eigenen“ Kreis zugeteilt. Lediglich in Ausnahmefällen, beispielsweise wenn die Auslastung zu groß sei, werde auf einen Arzt aus einem anderen Kreis zurückgegriffen. – dr

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