„Raukausstellung“: Rabenschwarz wird kunterbunt

Die Künstlerin Claudia Ackermann freute sich über reges Publikumsinteresse an der anlässlich des zweijährigen Bestehens des Heimatmuseums arrangierten Ausstellung. Foto: Crummenerl

Kierspe - Heimatdichter Fritz Linde und seine Nachfahren hätten wohl ihre helle Freude am Geschehen gehabt, so wie sich das am Sonntag (27. Juli) rund um das ehemalige Familiendomizil am Höferhof abgespielt hat. Fand doch dort in den seit zwei Jahren bestehenden musealen Räumen eine Ausstellung der ganz besonderen Art statt.

Von Rainer Crummenerl

Die Kiersper Künstlerin Claudia Ackermann hatte in Verbindung mit dem Heimatverein und Freunden des Fritz-Linde-Museums eine Ausstellung organisiert, in deren Mittelpunkt der Rabe stand, im Volksmund gerne auch „Rauk“ genannt. Der schon buchstäblich vor Jahr und Tag zum Kiersper Wappentier erkorene Vogel zählt neben vielen anderen guten Dingen, die die Stadt zu bieten hat, längst zu den Repräsentanten der Volmestadt und ist weit im Land als solcher bekannt.

Dies umso mehr, als sich Claudia Ackermann, inspiriert durch ähnlich gelagerte Aktionen in anderen Städten, vor rund zwei Jahren dazu entschlossen hatte, das äußerliche Erscheinungsbild des von Natur aus recht unscheinbaren schwarz-grauen Rabenvogels aufzupolieren.

Schon bald nachdem es gelungen war, eine Firma zu finden, die das Kiersper Wappentier in Kunststoff herstellen konnte und die ersten Eigenversuche erfolgreich abgeschlossen waren, nahmen die Dinge ihren Lauf. Verschiedene Kiersper Gruppen, darunter auch Vereine, Schulklassen und Kindergärten, zeigten sich begeistert von der Idee, dem originalgetreu nachempfundenen Kunststoffraben mit Hilfe von frischen Pastellfarben, Spachtelmasse und je nach Gusto auch sonstigem Zubehör ein neues Aussehen zu geben.

Mittlerweile, so berichtete Ackermann den zahlreich erschienenen und vom gesamten Geschehen an schönen Sommertag im Museum sichtlich angetanen Ausstellungsbesuchern, sind inzwischen über 100 Raben-Geschwister, jedes davon in ein anderes „Federkleid“ gehüllt, entstanden. Sie „wohnen“ zum Teil bei Kiersper Familien, etliche aber sind als ebenso originelles wie auch beziehungsreiches Geschenk hinaus geflogen in alle deutsche Lande und sogar darüber hinaus.

32 geschmackvoll gestaltete „Räuke“ waren für kurze Zeit zurück gekehrt und im Museum zu bewundern, andere allerdings „unabkömmlich“ und deshalb zumindest per Foto vertreten.

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