Künstler sollen Schaufenster beleben

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Monika Lehmann vom Arbeitskreis Stadtbild des Marketingvereins sucht nach neuen Wegen der Schaufenstergestaltung an der Kölner Straße. ▪

KIERSPE ▪ Lange ist es her, dass die Kiersper an der Kölner Straße ihren kompletten Bedarf decken konnten. Ehemals fanden sich dort Haushaltswarengeschäfte, Fachgeschäfte für Elektrogeräte, Bekleidungsläden, Musikgeschäfte und Handwerker. Von diesem Glanz ist allerdings nicht viel übrig geblieben.

Zwar finden die Kiersper immer noch Spezialisten, die an der Durchgangsstraße ihre Dienstleistungen und Waren anbieten, doch viele Händler und Handwerker haben aufgegeben oder ihr Tätigkeitsfeld an einen anderen Ort verlagert. Zurückgeblieben sind leere Ladenlokale, deren Schaufenster mit Papierbahnen verklebt wurden und in denen meist auch ein Hinweis auf Makler zu finden sind, über die eine Vermietung oder ein Verkauf abgewickelt werden kann.

„Mittlerweile stehen fast 20 Immobilien leer“, erklärt Monika Lehmann vom Arbeitskreis Stadtbild des Marketingvereins. Die Inhaberin eines Reisebüros weiß, wovon sie spricht. Betreibt sie ihr Büro doch ebenfalls an der Kölner Straße und erst vor kurzem räumte ihr Nachbar Harald Klinke sein Geschäft Roadsound. Seitdem steht die Immobilie mit der großen Verkaufsfläche leer und wartet auf neue Mieter.

Um diese Wartezeiten zu überbrücken, haben sich die Mitglieder des Arbeitskreises etwas Besonderes einfallen lassen. „Wir könnten uns gut vorstellen, dass Hobbykünstler oder Sammler diese Flächen nutzen, um ihre Bilder oder Exponate auszustellen“, erklärt Michael Knabe, der dem Arbeitskreis ebenfalls angehört und weiter ausführt: „Da können wir uns sowohl Arbeiten einer Malschule vorstellen als auch eine schöne Modelleisenbahn, die aus dem Hobbykeller den Weg in ein Schaufenster an der Kölner Straße findet und dort den Passanten Freude bereitet.“

Die Mitglieder des Arbeitskreises stellen bei Bedarf auch den Kontakt zwischen den Interessenten und den Besitzern der Immobilie her. Knabe: „Wir haben auch schon mit den ersten Eigentümern gesprochen. Die meisten stehen unserem Ansinnen positiv gegenüber, sehen sie doch in darin eine Möglichkeit die Attraktivität der Immobilie zu betonen und glauben auch, dass das Umfeld davon profitiere.“ Kosten sollen den Ausstellern nicht entstehen, höchstens für einen notwendigen Stromverbrauch sollen die Nutzer zahlen. „Das gilt auch für Vereine, die ihre Leistungsspektrum in einem Schaufenster darstellen wollen, um eventuell neue Mitglieder zu gewinnen“, ergänzt Lehmann.

„Natürlich können auch Gewerbetreibende aus Kierspe und Umgebung die Schaufenster nutzen, um ihre Waren und Dienstleistungen anzubieten. Dann ist die Nutzung aber sicher nicht mehr kostenlos“, so Knabe, wobei er davon ausgeht, dass die zu zahlende Miete sicher überschaubar bleibt. Knabe: „Natürlich dürfen die Hausbesitzer die ansprechende Dekoration auch nutzen, um auf ein Vermietungsangebot hinzuweisen. Und sollten sich Gewerbetreibende finden, die an der Kölner Straße ein Ladenlokal mieten möchten, sind die Mitglieder des Arbeitskreises gerne bereit, den Kontakt zum Vermieter herzustellen.“

Melden können sich Interessierte bei Svenja Kelm, die telefonisch unter der Rufnummer (0 23 59) 66 11 40 oder per Mail unter stadtmarketing@kierspe.de erreichbar ist. ▪ Johannes Becker

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