Verlegung der Stolpersteine

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Der Künstler Gunter Demnig verlegt am Donnerstag, 6. Juli, in Kierspe und Meinerzhagen Stolpersteine.

Kierspe/Meinerzhagen - Mehr als 72 Jahre nach dem Ende der Schreckensherrschaft durch die Nationalsozialisten wird in Kierspe durch die Verlegung von drei Stolpersteinen der Familie Rachel gedacht, die in besonderem Maße unter der Willkür ihrer Landsleute zu leiden hatte.

Bereits um 10 Uhr werden am 6. Juli die Stolpersteine für Heinrich und Bertha Rachel, geborene Heß, sowie Erich Heß vor dem Haus Hammerkamp 1 in Kierspe verlegt. Diese Aufgabe übernimmt der Künstler Gunter Demnig, der die Aktion Stolpersteine ins Leben rief. Nach Ansprachen durch die Volkshochschul-Direktorin Marion Görnig und den Bürgermeister Kierspes Frank Emde verlesen Schüler der Gesamt- sowie der Pestalozzischule Kurzbiografien und legen Rosen nieder. Die musikalische Begleitung übernehmen der Chor der Pestalozzischule sowie „Monday Monday“.

Anschließend findet ab 11.30 Uhr die Verlegung von Stolpersteinen in Meinerzhagen statt, ebenfalls durch Gunter Demnig. Verlegt werden die Steine, die an die ehemaligen Meinerzhagener Juden Oskar, Jenni, Ellen und Margot Fischbach erinnern, vor deren einstigem Wohnhaus an der Lindenstraße 14 verlegt. Wie viele andere mussten auch sie vor dem Nationalsozialismus fliehen.

In Meinerzhagen werden zunächst Dietmar Först für die Initiative, Thorsten Stracke für die Anwohner und Bürgermeister Jan Nesselrath Reden halten. Begleitet wird die Verlegung an der Lindenstraße durch den Unterstufenchor des Evangelischen Gymnasiums Meinerzhagen (EGM) und die Gruppe „Among Friends“. Schüler des Gymnasiums und der Sekundarschule werden dort die Kurzbiografien der Familie Fischbach verlesen und Rosen niederlegen.

Im Anschluss an die Verlegungen in Meinerzhagen sind alle Gäste ab circa 12.30 Uhr ins Gemeindehaus an der Jesus-Christus-Kirche eingeladen, um dort miteinander ins Gespräch zu kommen. „Es ist uns eine große Freude, dass erneut Nachkommen der Opfer aus den USA an den Feierlichkeiten teilnehmen“, heißt es seitens der Initiative.

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