UWG kritisiert Straßen.NRW wegen Baustelle auf B 54

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Die UWG fordert die schnellstmögliche Fertigstellung der Baustelle.

Kierspe - Deutliche Kritik am Vorgehen des Landesbetriebs Straßen.NRW hinsichtlich der Baustelle auf der Bundesstraße 54 im Bereich Bollwerk kommt nun von der UWG. Von einer „mangelhaften Kommunikationspolitik“ und einer „unzureichenden Projektplanung“ spricht Vorsitzender Clemens Wieland, der im Namen der UWG einen Antrag an den Rat der Stadt Kierspe richtet.

Die Unabhängige Wählergemeinschaft fordert die Verwaltung auf, Kontakt mit dem Landesbetrieb aufzunehmen und die bauausführende Firma zu verpflichten, „mit allen maschinellen und personellen Möglichkeiten die Straße schnellstmöglich fertig zu stellen.“ Ferner solle man prüfen, ob nach Fertigstellung der ersten Fahrbahnhälfte breitere Straßenmaße einen ampelgesteuerten, einspurigen Verkehr zulassen. Denn im kommenden Frühjahr soll die Bundesstraße 54 – entgegen erster Planungen – einmal mehr gesperrt und dann die zweite Hälfte saniert werden (wir berichteten).

Sei das nicht möglich, so fordert die UWG, solle man die prüfen, an den arbeitsfreien Wochenenden die Straße einspurig freizugeben. „Dass es bei Sanierungen von Straßen, wie an der B 54, bei einem kompletten Neuaufbau zu Behinderungen kommt, ist selbstverständlich und zu akzeptieren“, heißt es seitens der UWG. Nicht zu tolerieren sei jedoch die mehrfache terminliche Überschreitung und erst recht nicht die Kommunikation vor und während der Maßnahme. Diverse Unternehmen im Bereich der Baustelle seien gar nicht oder nur unzureichend eingebunden worden. Die Firmen hätten kurzfristig ihre Verkehrsströme verlagern müssen und werden dies aller Voraussicht nach im kommenden Jahr wieder tun müssen.

Weiter führt Wieland aus: „Eine so stark befahrene Bundesstraße so lange komplett zu sperren, führt zu berechtigtem Ärger. Zumal es sich in diesem Fall nur um einen Bauabschnitt von circa 300 Metern handelt.“ Die Bundesstraße sei eine „Hauptverkehrsader“ durch das Volmetal. Die Umleitung über die Landesstraße 528 sei aufgrund des dortigen Straßenzustandes auch keine Lösung, auf die man allzu lange zurückgreifen könnte. Bei einem Unfall auf der A 45 könnte das gesamte Umleitungsnetz kollabieren.

„Wir fordern, nun alle Kraft darauf zu legen, diesen neuralgischen Punkt nicht zu lange zu verstopfen.“ Eine „nicht gerade professionelle Planung“ bescheinigt Wieland zudem der Kiersper Stadtverwaltung: Dass die Umleitung über die Kreisstraße 25 und weitere kleinere Nebenstraße zu Chaos führt (MZ vom 1. Oktober), hätten die Zuständigen durchaus vorher wissen können. Für die Begründung des Landesbetriebs zur Zeitüberschreitung der Baumaßnahme hat die UWG indes kein Verständnis. Sie sei für Außenstehende schwer zu verstehen.

„Dass Versorgungsleitungen unter der Straße in Bollwerk liegen, ist sicher keine Überraschung und durch Probebohrungen im Vorfeld wäre auch der Zustand des Erdreiches unter der Straße festzustellen gewesen.“ Die Kosten der Umleitung seien für alle Beteiligten immens, abgesehen vom zeitlichen Aufwand, betont die UWG in ihrem Antrag.

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