Abplatzungen, Auswaschungen und verstärkter Pflanzenbewuchs festgestellt

Mauer der Kerspe-Talsperre muss saniert werden

Aufgrund der Arbeiten am Bruchsteinmauerwerk bleibt der Wanderweg X 3 (Route Wasserquintett), der an der Staumauer der Kerspe-Talsperre entlang führt, während der Baumaßnahme gesperrt.
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Aufgrund der Arbeiten am Bruchsteinmauerwerk bleibt der Wanderweg X 3 (Route Wasserquintett), der an der Staumauer der Kerspe-Talsperre entlang führt, während der Baumaßnahme gesperrt.

Der Wupperverband saniert die Mauer der Kerspe-Talsperre: Ab kommenden Montag, 1. März, wird der Wanderweg X 3 gesperrt, der Weg mit der Markierung A 6 ist aber als Umleitung nutzbar.

Kierspe - Der Wupperverband saniert die Luftseite der historischen Staumauer der Kerspe-Talsperre sowie die Tosbeckensohle. Bei Voruntersuchungen zeigten sich unter anderem an der Luftseite der Mauer Abplatzungen an den Steinen, Auswaschungen der Fugen. Insbesondere im Bereich der Hochwasserentlastung zeigt sich starker Pflanzenbewuchs. Die Sohle des Tosbeckens besteht ebenfalls aus Bruchsteinmauerwerk. Im Zuge der Entwurfsplanung wurden auch Bohrkerne an der Tosbeckensohle gezogen. Das Mauerwerk der Tosbeckensohle weist bis in Tiefen von 40 bis 50 Zentimetern Schäden auf. Daher sind der Rückbau des schadhaften Mauerwerks und ein Neuaufbau der Tosbeckensohle in Stahlbeton vorgesehen. Ab Montag werde die beauftragte Firma mit vorbereitenden Arbeiten und der Baustelleneinrichtung beginnen. Ab Mitte März 2021 wird die Mauer dann eingerüstet. Etwa ab Mitte April starten die eigentlichen Arbeiten. Die Fugen werden herausgestemmt und schadhafte Steine entnommen. Die Fugen werden mittels Spritzverfugung wieder aufgebaut und schadhafte Steine ausgetauscht. Aus dem Tosbecken werden die Bruchsteine herausgestemmt und anschließend wird das Tosbecken mit Beton wieder aufgebaut. „Das Projekt wird voraussichtlich Ende 2022 abgeschlossen sein“, hofft der Wupperverband. Die Investition beträgt 3,6 Millionen Euro. Die Bruchsteinmauer der Kerspe-Talsperre wurde in den Jahren 1909 bis 1912 nach dem Konstruktionsprinzip von Professor Intze errichtet. In den Jahren 1992 bis 1995 wurde die Staumauer umfangreich instandgesetzt. Dabei wurde wasserseitig eine Stahlbetondichtwand mit Kontrollgang errichtet, und die Betriebs- und Überwachungseinrichtungen wurden erneuert. Das luftseitige Mauerwerk wurde jedoch bei den Instandsetzungsarbeiten in den 1990er-Jahren nur partiell saniert. Wanderweg A6 nutzen Aufgrund der Arbeiten am Bruchsteinmauerwerk bleibt der Wanderweg X 3 (Route Wasserquintett), der an der Staumauer der Kerspe-Talsperre entlang führt, während der Baumaßnahme gesperrt. Fußgänger können zwischen Großfastenrath und Kerspe den Wanderweg A 6 als Umleitung nutzen. Der Wupperverband schildert die Umleitung aus.

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