Kreisstraße 3 in Kierspe: Hang aufwendig gesichert

Riss war Stein des Anstoßes

Eine Mauer aus sogenannten Wasserbausteinen stabilisiert den Hang und die Kreisstraße 3. Mittelfristig sollen weitere Sicherungsmaßnahmen ergriffen werden, außerdem soll die Straße eine neue Asphalt- und Frostschutzschicht bekommen.
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Eine Mauer aus sogenannten Wasserbausteinen stabilisiert den Hang und die Kreisstraße 3. Mittelfristig sollen weitere Sicherungsmaßnahmen ergriffen werden, außerdem soll die Straße eine neue Asphalt- und Frostschutzschicht bekommen.

Kierspe – Mit großem Aufwand und massiven Steinen wurden der Hang, in dem sich die Kreisstraße 3, die durch das Kerspetal führt, befindet, stabilisiert und damit die Fahrbahn gesichert. Doch beschäftigen wird die K 3 auch weiterhin die Fachleute beim Märkischen Kreis.

Dass der abgängige Hang überhaupt entdeckt wurde, verdankt der Kreis einem Radfahrer, der einen so breiten und tiefen Riss in der Fahrbahn Ende Juli entdeckt hatte, dass ein Fahrradfahrer, dessen Vorderrad dort hineingeraten würde, in Lebensgefahr käme. Bei der Kontrolle der Fahrbahn durch den Landesbetrieb Straßen.NRW wurde dann wohl auch die Gefährdung durch den Hang bemerkt. Wie genau es zu der Entdeckung kam, konnte man auf Nachfrage bei Straßen.NRW nicht mehr nachvollziehen.

Während der Riss schnell und ohne großen Aufwand gefüllt wurde, machte die Hangsicherung größere Arbeiten notwendig – und eine sofortige Vollsperrung der Straße.

Erst nachdem die Straße provisorisch verbreitert wurde, konnte eine einspurige Verkehrsführung eingerichtet werden, die auch noch während der Bauarbeiten bestand.

Die Meinerzhagener Firma Falz sicherte den Hang mit großen sogenannten Wasserbausteinen gegen weiteres Abrutschen. Danach konnten der Arbeitsraum und der Fahrbahnunterbau mit Frostschutzmaterial verfüllt und wiederhergestellt werden, wie der Pressereferent des Märkischen Kreises Mathis Schneider auf Anfrage der Meinerzhagener Zeitung mitteilte. Danach sei dann eine Asphalttragschicht eingebaut worden, über die nun der Verkehr wieder fahren könne.

Die Baumaßnahmen wurden auch genutzt, um eine neue Entwässerung einzubauen.

Der Stein des Anstoßes war ein tiefer breiter Riss in der Fahrbahndecke der K 3, der im Juli entdeckt wurde. Bei der Begutachtung der Fahrbahn wurde dann auch der abrutschgefährdete Hang ausgemacht.

Was all das gekostet hat, konnte der Kreis nach eigenen Angaben nicht beziffern.

„Bei einer erneuten Bereisung der K 3 auf ihrer gesamten Länge ist klar geworden, dass mittelfristig die Asphalt- und Frostschutzschicht erneuert werden muss. Dann sollen auch weitere Böschungssicherungsmaßnahmen durchgeführt werden“, so Schneider. Mit den dafür erforderlichen Planungen werde voraussichtlich im zweiten Halbjahr des kommenden Jahres begonnen.

Mehr als nur ein Ärgernis

Abrutschende Hänge und Risse in der Fahrbahn sind nicht das einzige Ärgernis im Zusammenhang mit der Kreisstraße 3. Für Ärger bei den Anwohnern sorgen seit Jahren viele Hundert Motorradfahrer, die bei schönem Wetter auf der landschaftlich reizvollen Strecke unterwegs sind. Bei einer Verkehrszählung vor vier Jahren wurden allein an einem Sonntag mehr als 1000 Motorradfahrer gezählt, die auf der Strecke unterwegs waren. Anwohner, die auf der Straße, die weder über einen Radweg noch einen Bürgersteig verfügt, mit dem Rad oder auch zu Fuß unterwegs sind, berichten von lebensgefährlichen Begegnungen mit den Zweiradfahrern.

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