Keine Toten und weniger Unfälle

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Auf der Bundesstraße 54 ereignen sich immer wieder schwere Verkehrsunfälle: Im August des vergangenen Jahres krachten bei Bollwerk zwei Fahrzeuge aufeinander.

Meinerzhagen/Kierspe - Keine Verkehrstoten, geringfügig weniger Verkehrsunfälle und erheblich weniger Verletzte – so sieht die Bilanz der Verkehrsunfallstatistik für den Bereich Meinerzhagen und Kierspe aus.

Insgesamt krachte es auf den Straßen der beiden Volmestädte im vergangenen Jahr 1170 Mal. Im Vorjahr hatten die Polizeibeamten noch zu 1175 Unfällen ausrücken müssen – das waren im vergangenen Jahr 0,4 Prozent weniger. Dabei ereigneten sich in Meinerzhagen 683 Karambolagen und damit 29 Unfälle weniger als im Jahr 2018. In Kierspe stiegen die Verkehrsunfallzahlen von 463 auf 487 (plus 24).

Erfreulich ist dabei besonders, dass weder in Kierspe noch in Meinerzhagen bei einem Unfall ein Mensch zu Tode kam. Das war im Jahr davor noch anders, denn es gab drei Menschenleben (eins in Meinerzhagen, zwei in Kierspe) zu beklagen. Erfreulich, dass die Zahl der Schwerverletzten von 23 auf 16 gesunken ist. Dies jedoch nur in Meinerzhagen, wo es sieben Schwerverletzte (14 im Vorjahr) gab. In Kierspe blieb die Zahl mit neun konstant.

Gleiches gilt für die jeweils 84 Verkehrsunfälle, bei denen Menschen leichte Verletzungen davon trugen: 47 Unfälle waren es in Meinerzhagen (49 in 2018) und 37 in Kierspe (35 in 2018). Hinzu kamen 42 schwerwiegende Verkehrsunfälle mit Sachschaden, sieben mehr als im Vorjahr. Davon ereigneten sich 23 (Vorjahr 19) auf Meinerzhagener und 19 (Vorjahr 16) auf Kiersper Straßen.

Zudem wurden 605 (622 im Vorjahr) sowie 422 (401 im Vorjahr) „sonstige Sachschadenunfälle“ in den beiden Städten verzeichnet. Ebenfalls erfreulich ist, dass sich die Zahl der Unfälle, bei denen Alkohol im Spiel war, von sieben auf einen reduzierte; in beiden Jahren fanden diese Karambolagen in Meinerzhagen statt.

Weniger Unfälle mit Kindern

Darüber hinaus kann die Kreispolizeibehörde berichten, dass es weniger Unfälle mit Kindern gab und dadurch einen erheblichen Rückgang an Verletzten: Wurden im Jahr 2018 noch ein totes, drei schwerverletzte und 13 leichtverletzte Kinder bei 13 Unfällen verzeichnet, waren es im vergangenen Jahr zwei schwerverletzte (Kierspe) und jeweils vier leichtverletzte Mädchen und Jungen in beiden Städten.

Es gab insgesamt zehn Unfälle mit Kindern. Davon passierte erfreulicherweise keiner auf dem Schulweg, im Gegensatz zu 2018 mit einem Schulwegunfall. Von einem erheblichen Rückgang der Unfall- und Verunglückten- beziehungsweise Verletztenzahlen bei den 15- bis 17-Jährigen (vier Unfälle mit sechs Jugendlichen), bei den 18- bis 24-Jährigen (37 Karambolagen mit 41 Beteiligten) und den Senioren (18 Unfälle, 19 Beteiligte) konnte die Kreispolizeibehörde ebenfalls berichten – die Zahlen lagen in diesen drei Bereichen im Jahr 2018 jeweils höher.

Weniger Kradfahrer verunglückten

Im Vorjahr gab es 30 Unfälle, an denen Kradfahrer beteiligt waren. 2019 verunglückten bei zwölf Unfällen 15 Kradfahrer – 16 weniger als im Vorjahr – , neun in Meinerzhagen und drei in Kierspe. Dabei wurden zwölf Fahrer (zehn in Meinerzhagen und zwei in Kierspe) leicht verletzt, im Jahr davor waren es noch 19. Hinzu kommen drei Schwerverletzte (Meinerzhagen zwei, Kierspe einer) – in 2018 wurden elf Schwerverletzte gezählt und ein Toter beklagt.

Auch wenn die Zahl der Unfallfluchten mit 231 nach wie vor viel zu hoch ist, so waren es doch 17 weniger als im Vorjahr. Dabei wurden in elf Fällen (drei in Meinerzhagen, acht in Kierspe) Personen verletzt. Autofahrer sollten allerdings wissen, dass die Aufklärungsquote bei Unfallfluchten mit Personenschaden bei der Polizeiwache Meinerzhagen bei 81,82 Prozent liegt.

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