Kriminalstatistik

Deutlich weniger Straftaten in Kierspe

+
Die Gesamtzahl der Straftaten ist in Kierspe seit 2017 deutlich gesunken.

Kierspe - Erfreuliche Zahlen konnte die Kreispolizeibehörde am Montag vorlegen: Die Gesamtzahl der Straftaten in Kierspe ist im vergangenen Jahr – gegenüber 2018 – um 105 auf 836 gesunken. Allerdings lag die Aufklärungsquote im Vorjahr mit gut 65 Prozent höher als in 2019 (52 Prozent).

Ebenso positiv in der jetzt vorgelegten Kriminalstatistik ist, dass es in Kierspe in den beiden vergangenen Jahren keine Straftaten gegen das Leben und keine Vergewaltigungen oder schwere sexuelle Nötigungen gab. Dabei ist ein Fall in der Statistik noch nicht erfasst: der Fund eines Babys in Kierspe, das buchstäblich im allerletzten Moment gerettet wurde.

Die elf registrierten Sexualdelikte (drei weniger als 2018) konnten allesamt aufgeklärt werden. Diese Quote gilt auch für die Straftaten „Sexueller Missbrauch von Kindern“, die um zwei auf sieben angestiegen sind. Die jeweils drei Straftäter, die in den beiden vergangenen Jahren pornografische Schriften verbreiteten, konnten ebenfalls alle erwischt werden.

Die Anzahl der Raubdelikte verringerte sich um fünf auf vier, von denen zwei geklärt werden konnten. Raubüberfälle auf Straßen, Wegen und Plätzen gab es im vergangenen Jahr keine, im Jahr davor einen – der Täter konnte dingfest gemacht werden. Zweigeteilt müssen die Zahlen der Körperverletzungen betrachtet werden: Die Gesamtzahl sank um zwölf auf 87, doch bei den schweren Körperverletzungen stiegt sie um einen auf 25. Weniger erfreulich ist, dass im vergangenen Jahr in Kierspe mehr Diebstahlanzeigen aufgenommen werden mussten: Die Zahl stieg um 69 auf 328, weil es mehr Einbruchdiebstähle (25, +8) und mehr Taschendiebstähle (12, +9) gab.

Dagegen wurden drei Kraftfahrzeuge weniger (7) als 2018 gestohlen. Und Autos wurden ebenfalls weniger oft „geknackt“. Die Polizei verzeichnete zehn Diebstähle aus KFZ, im Vorjahr waren es elf. Mit Betrugsfällen mussten sich die Kripo-Beamten deutlich seltener beschäftigen als noch im Jahr davor: Die Gesamtzahl sank um 149 auf 77. Mehr als die Hälfte davon konnte aufgeklärt werden.

Dagegen können die Täter, die Sachschäden anrichten, eher selten ausfindig gemacht werden (10 Prozent). 102 Fälle von Sachbeschädigungen hatten die Beamten zu bearbeiten, zehn mehr als 2018. Rückgänge weist die Kriminalstatistik für Kierspe auch bei den Rauschgiftdelikten und der Gewaltkriminalität aus. Die Fallzahlen sanken um neun beziehungsweise vier auf 46 sowie 29. In beiden Bereichen liegt die Aufklärungsquote mit 93,48 sowie 89,66 Prozent sehr hoch.

Auch wenn die Computerkriminalität in Kierspe nicht unbedingt die große Rolle spielt, so ist die Zahl der Fälle dennoch um zwei auf neun gestiegen. Hier ist die Aufklärung wiederum recht schwierig, die Quoten lagen bei 28,57 (2018) und 22,22 Prozent. Nahezu gleich geblieben ist in Kierspe die Anzahl der Straßenkriminalität, die im vergangenen Jahr bei 181 und in 2018 bei 180 lag. Die Aufklärungsquote lag im ähnlichen Bereich wie bei der Computerkriminalität.

Ebenfalls in der Kriminalstatistik aufgeführt werden die Straftaten zum Nachteil älterer Menschen durch überregionale Täter, von denen im vergangenen Jahr zwei registriert wurden – 2018 gab es keinen Fall. Allerdings sind dabei nicht die Straftaten durch überregionale Täter erfasst, die aus dem Ausland agieren. Auch wenn die Fallzahl von sechs auf vier zurückgegangen ist, so sind dies zweifellos immer noch vier Fälle von Widerstand gegen und tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte und gleichstehende Personen zu viel. Eine 100-prozentige Aufklärungsquote versteht sich fast von selbst. Bei den Gesamtstraftaten sank diese jedoch von 65,36 auf 52,39 Prozent.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare