Kreative Kinder in Awo-Kursen an der Ölmühle

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Rönsahl - Den Griff ins Süßigkeitenglas lieben alle Kinder. Er bildet den Abschluss der Malkurse, die Marion Fey in der Ölmühle in Rönsahl anbietet. Hier stehen die Kinder an der Staffelei oder sitzen an großen Tischen und malen, wie es ihnen selber gefällt. Die Kunsttherapeutin macht keine Vorgaben, sie sieht ihre Aufgabe darin, einen Rahmen zu schaffen, in dem die Kinder ihrer Kreativität freien Lauf lassen können.

Und das tun sie auch. Der sechsjährige Yousef ist zum ersten Mal in der Ölmühle, aber kaum ist er da, legt er auch schon los. Leuchtende Gouache-Farben, wie auf einem Büfett angeordnet, stehen bereit – und so pendelt er eine gute Stunde zwischen Farbtöpfen und Staffelei, wählt aus, malt, sucht sich eine neue Farbe und ist versunken in das eigene Tun.

Effi und Daniel brauchen etwas Anregung um anfangen zu können. Den Eiffelturm wollen sie malen und nachdem Marion Fey ihnen auf dem Handy gezeigt hat, wie der aussieht, greifen auch sie zu Pinsel und Farbe. Der achtjährige Johannes ist noch nicht an der Reihe, aber er nimmt es gelassen. Er gehört zu den Kindern, die regelmäßig die Kurse von Marion Fey besuchen und zeigt eines der Kunstwerke, die er dabei geschaffen hat: eine Ente aus Gips, knallgelb angemalt und kreativ verfremdet. Am liebsten malt er zusammen mit seinem Freund Jona. Die beiden haben sich eine Geschichte ausgedacht und dazu mit Buntstiften ein Bild gemalt. Der Titel: Die Räuber aus dem Nirgendwo. 

Unter dem Dach des Unterbezirks Hagen-Märkischer Kreis der Arbeiterwohlfahrt und gefördert von der Aktion Mensch finden noch bis zum Jahresende Kreativ-Kurse für Kinder und Jugendliche statt. Dabei kommen auch Naturmaterialien zum Einsatz, um zum Beispiel Materialbilder zu gestalten. Von Beruf Lehrerin an einer Hauptschule, hat Marion Fey eine Ausbildung als Kunsttherapeutin absolviert und arbeitet im idyllischen Ambiente der Ölmühle mit Kleingruppen. Vier Kinder pro Gruppe, mehr geht nicht in den kleinen Räumen des alten Fachwerkhauses.

 Fey ist davon überzeugt, dass Kinder von Natur aus kreativ sind und die Bilder, die nach Kursende zum Trocknen ausliegen, beweisen es. Daniels Eiffelturm ist leuchtend blau und filigran, Zeynaps Regenbogen schillern in allen Farben, Yousefs Bilder wirken dramatisch. „Anderswo gehen die Leute ins Museum, um sich so etwas anzusehen,“ meint eine Besucherin beeindruckt.

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