Freifunk-Router im Bürgerzentrum "Hand in Hand"

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Die Initiatoren präsentieren einen der zwei Router, die im Bürgerzentrum „Hand in Hand“ bereitstehen. Von links: Andreas Wieland, Svenja Kelm (beide Stadtmarketing), Freifunker Christian Reppel, Dr. Axel Karge und Adjuta Kraus (beide Verein „Hand in Hand“).

Kierspe - Das Bürgerzentrum „Hand in Hand“ ist jetzt aktiv am Projekt Freifunk beteiligt. Zwei Router machen es den Besuchern möglich, sich mit ihren mobilen Geräten in das Netz einzuloggen und im Internet zu surfen.

Dem Ziel, flächendeckend immer mehr Straßenzüge anzuschließen, kommen die Initiatoren von Freifunk Kierspe damit ein weiteres Stück näher. Es geht darum, ein unabhängiges und dezentrales W-Lan-Netz aufzubauen, damit Kiersper Bürger und Gäste freien Zugang zum Internet haben, ohne auf ihr mobiles Datenvolumen zurückgreifen zu müssen.

Dr. Axel Karge, Vorstand von „Hand in Hand“, betont, dass man auch im Bürgerzentrum mit der Zeit gehen möchte. „Wir wollen das Angebot vor Ort noch attraktiver machen“, sagt er.

Der kostenlose Internetzugang lockt auch junge Besucher ins Bürgerzentrum

Dass das funktioniert, bestätigt Adjuta Kraus, fachliche Begleitung im Bürgerzentrum. „Die Zahl jüngerer Besucher ist seitdem sprunghaft gestiegen.“ Dass das ständige Starren auf das Handy-Display, das besonders der jüngeren Generation oft vorgeworfen wird, die persönliche Kommunikation stören könnte, befürchtet sie nicht. „Im Gegenteil, man kommt auch darüber ins Gespräch.“

Svenja Kelm, Geschäftsführerin des Stadtmarketings, sieht auch für den Kontakt mit Flüchtlingen einen Vorteil: „Man kann schnell ein Wort nachschlagen oder ein passendes Bild im Internet raussuchen, um sich zu verständigen.“

"Freifunk ist sozialverträglich"

Und gerade der soziale Aspekt des Freifunks ist für Andreas Wieland, ebenfalls vom Stadtmarketing, wesentlich. „Wir bemühen uns auch, Flüchtlingsheime ans Netz anzubinden.“ Das kostenfreie W-Lan sei oft die einzige Möglichkeit, Verbindungen in die Heimat zu pflegen. „Freifunk ist sozialverträglich, denn das nutzen Leute, die sonst teures Datenvolumen für ihr Handy kaufen müssten“, so Wieland.

Aus technischer Sicht läuft das Projekt inzwischen reibungslos und für die Beteiligten sowohl unter Haftungsausschluss als auch – zumindest für Privatleute – kostenlos, weiß Christian Reppel, ehrenamtlicher Freifunker. „Wir sind ständig auf der Suche nach Institutionen, Einzelhändlern und Privatpersonen, die sich beteiligen möchten.“

Überblick über die Router-Standorte und die Möglichkeit, selbst mitzumachen

Die Netzabdeckung durch Freifunk reicht in Grundzügen bereits vom Bahnhof bis nach Kierspe-Dorf. Das Projekt ist in NRW vom Verein Freifunk Rheinland initiiert. Der Bereich Kierspe ist momentan aus organisatorischen Gründen der Anlaufstelle für den Kreis Möhne zugeordnet. Auf www.freifunk-moehne.de ist eine Karte einsehbar, die anzeigt, an welchen Standorten in Kierspe bereits Knotenpunkte für die Internetnutzung bereitstehen.

Freifunk lebt auch in Kierspe von der Beteiligung der Bürger. Wer bei sich einen Router aufstellen möchte, kann sich bei der Geschäftsführerin des Stadtmarketingvereins, Svenja Kelm (stadtmarketing@kierspe.de oder Tel. 0 23 59/66 11 40) melden. Informationen gibt es auch auf der Homepage der Stadt.

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