Kosten für Trinkwasser 24 Cent über dem NRW-Durchschnitt

Die Kosten für Trinkwasser liegen in Kierspe 24 Cent über dem Landesdurchschnitt, pro Kubikmeter Abwasser muss sogar 89 Cent mehr als im Landesdurchschnitt gezahlt werden. - Archivfoto: Isleib

Kierspe - Die verbrauchsabhängigen Kosten für Trinkwasser beliefen sich Anfang des vergangenen Jahres im NRW-Durchschnitt auf 1,67 Euro pro Kubikmeter; für Abwasser waren im Schnitt 2,67 Euro zu entrichten. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes mitteilt, waren damit beim Trinkwasser die verbrauchsabhängigen Kosten um einen Cent teurer und beim Abwasser um sechs Cent teurer als 2014.

In der Stadt Kierspe musste zu Beginn des Jahres 2016 für einen Kubikmeter Trinkwasser 2,01 Euro bezahlt werden, genauso viel wie am 1. Januar 2014 und 2015. Dagegen sanken die Abwasserkosten laut IT.NRW um 23 Cent von 3,79 auf 3,56 Euro. Im Vergleich zum Jahr 2015 ist die Senkung sogar noch 2 Cent höher. Nicht vom Verbrauch abhängige Kosten wie zum Beispiel Zählergebühren sind in den Zahlen nicht enthalten. Ebenso nicht mit einbezogen sind flächenbezogene Entgelte wie Niederschlagswassergebühren bei den Abwassergebühren.

Die Unterschiede bei den Trinkwasserkosten in den einzelnen Kommunen sind beträchtlich: Die Preisspanne je Kubikmeter reichte von 0,79 Euro (Gemeinde Hövelhof) bis 2,66 Euro (Stadt Solingen). Das Wasser in Kierspe zählt damit in Nordrhein-Westfalen mit zu den teuersten, auch im Märkischen Kreis, wo die Bürger durchschnittlich 1,72 Euro pro Kubikmeter bezahlten, einen Cent weniger als in den beiden Vorjahren. Teurer im Kreisgebiet ist das Wasser nur in Werdohl (2,20 Euro) und Altena (2,09 Euro). Am günstigsten ist das Trinkwasser in Meinerzhagen (1,48 Euro).

Die Abwasserpreise streuten Anfang 2016 in der Bemessung nach der Menge des Frischwasserbezugs zwischen 1,07 Euro (Gemeinde Reken) und 5,55 Euro (Gemeinde Monschau) je Kubikmeter. Die Kiersper Gebühren reihen sich irgendwo im Mittelfeld ein, auch im Märkischen Kreis, in dem die Statistikstelle einen Durchschnittswert von 2,98 Euro pro Kubikmeter errechnete. Das sind 4 beziehungsweise 5 Cent mehr als zu Beginn der Jahr 2015 und 2014.

In Halver (4,89 Euro), Nachrodt-Wiblingewerde (4,30 Euro), Altena (4,19 Euro), Meinerzhagen sowie Herscheid (jeweils 3,69 Euro) musste mehr für die Entsorgung von einem Kubikmeter Abwasser bezahlt werden als in der Volmestadt. Den günstigsten Abwasserpreis gibt es mit 2,36 Euro in Iserlohn – zwei Jahre zuvor war er 10 Cent niedriger.

Mit den Wasser- und Abwasserentgelten dürfen die Kommunen keine Gewinne erzielen, sondern haben alle Kosten abzudecken, die ihnen von Verbänden der Wasserver- und -entsorgung in Rechnung gestellt werden oder ihnen selbst entstehen. Dazu zählen die laufenden Kosten der Unterhaltung und des Ausbaus der Anlagen – Kanalnetz, Kläranlagen, Pumpwerke, Rückhaltebecken und Wassergewinnungsanlagen.

Diese Kosten fallen aufgrund unterschiedlicher geografischer, topografischer und infrastruktureller Verhältnisse der Städte und Gemeinden unterschiedlich aus. Die Ergebnisse beruhen laut dem statistischen Landesamt auf einer Befragung der Unternehmen, die Anlagen der öffentlichen Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung betreiben, und der Kommunen.

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