Kosten und Probebetrieb sprechen gegen Automaten am Bahnhof/ZOB

Imbisswagen statt Snackautomat

Snackautomat - Reiseproviant - ZOB - Bahnhof
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Einen Snack- und Getränkeautomaten wird es wohl nicht werden. Dafür nimmt voraussichtlich im kommenden Monat ein Imbisswagen am Bahnhof und Zob einen Probebetrieb auf, um die Reisenden mit Proviant zu versorgen.

Es sollte eine Ergänzung sein, aus diesem Grund hatte die FDP-Fraktion beantragt, am Bahnhof und ZOB für einen Reiseproviantautomaten zu sorgen.

Kierspe - Dort gibt es bereits eine öffentliche Toilette, eine Fahrradstation (wenn auch nicht geöffnet), eine große Anzahl an Parkplätzen und möglicherweise in naher Zukunft auch Stellflächen für Wohnmobile. Damit all die Nutzer dieser infrastrukturellen Einrichtungen sich kurzfristig mit kleinen Snacks und Getränken versorgen können, sollte ein Unternehmen gefunden werden, das dort einen entsprechenden Automaten aufstellt.

Kosten für eine Umhausung

Die Verwaltung hatte im Februar und im März entsprechende Gespräche mit einer Firma geführt, die Interesse bekundet und ein Angebot zur Versorgung mit Heiß- und Kaltgetränken sowie mit Snacks vorgelegt habe. Danach würde der Anbieter, so heißt es in der Vorlage für die Sitzung des Hauptausschusses, der am 8. Juni tagt, die Geräte aufstellen und den regelmäßigen Service (Auffüllen, Reinigung, Abrechnung) übernehmen. Der Automat sei allerdings abzusichern, nicht nur durch eine Bodenverschraubung, sondern ebenfalls durch eine Umhausung – die Kosten für Letzteres, die sich auf etwa 6000 Euro belaufen werden – sollen von der Stadt Kierspe getragen werden.

Strom- und Wasseranschluss

Hinzu kämen noch einmal 3000 bis 4000 Euro, damit Strom und Wasser an dem Standort des Automaten zur Verfügung gestellt werden können. Die Leitungen im Untergrund müssten bis zum Standort verlängert werden. Das bedeutet, dass die Bodenplatte geöffnet und anschließend ersetzt werden müsste. Außerdem fordert der Automatenaufsteller das Anbringen einer Webcam, um den Automaten überwachen zu können, was ebenfalls neben der Anschaffung einer Kamera weitere Kosten für technische Maßnahmen mit sich bringen würde.

Selbst, wenn diese Voraussetzungen geschaffen würden, heiße es nicht, dass der Automat dort dauerhaft stehen werde. Denn die Firma führe erst einmal einen Probebetrieb durch. Wenn dabei der Verkauf nicht den Erwartungen entspricht, würden die Geräte wieder abgezogen. Aus diesem Grund schlägt die Verwaltung dem Hauptausschuss vor, von einer Umsetzung abzusehen, zumal im Haushaltsplan 2021 keine Mittel zur Verfügung stünden.

Interesse von Imbisswagenbesitzer

Gleichwohl hat die Verwaltung nach einer Alternative gesucht und diese eventuell gefunden: Ein Imbisswagenbesitzer hat Interesse gezeigt, ab dem kommenden Monat am ZOB/Bahnhof einen Probebetrieb durchzuführen. Der Imbisswagen würde vorerst regelmäßig montags ab 17 Uhr dort stehen. Sofern das Angebot gut angenommen werde, könnte man dieses ausweiten.

Aus diesem Grund sollte man vor weiteren Schritten in Sachen Snack- und Getränkeautomat ebenfalls abwarten, wie solch ein Imbisswagen am Bahnhof ankommt. Da diesbezüglich vom Hauptausschuss keine Entscheidung zu treffen ist, wird dies in der Sitzung zur Kenntnis gegeben.

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