Folge-Workshop zum Thema „Zusammenleben in Kierspe“

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Die „interfraktionelle Zusammenarbeit“ funktionierte beim Thema „Wirtschaftsstandort Kierspe“: Fast alle Parteien hatten Ratsmitglieder zum Workshop entsandt.

KIERSPE - Von der Verwaltung initiiert und organisiert, fand der zweite Workshop zum Thema „Zusammenleben in Kierspe“ am Mittwochabend im Ratssaal statt. Diesmal standen Fragestellungen im Mittelpunkt, deren Bearbeitung unter dem Blickwinkel des demografischen Wandels die Attraktivität der Stadt Kierspe steigern sollen.

Von Birgitta Negel-Täuber

Durch den Abend führten die Moderatorinnen Stefanie Heinrich und Jutta Stratmann von der Bertelsmann Stiftung, organisierten Arbeitsgruppen und bündelten Ergebnisse.

Hatte die Verwaltung im vergangenen Jahr gezielt Multiplikatoren angesprochen, deren Arbeitsgebiete vom demografischen Wandel betroffen sind, waren diesmal alle interessierten Bürger eingeladen. Zur leisen Enttäuschung von Organisatorin Rita Kattwinkel waren indes nur wenige der Einladung gefolgt, die meisten Teilnehmer waren auch schon beim ersten Mal dabei gewesen.

Bürgermeister Frank Emde referierte die Ergebnisse dieser Veranstaltung, die sich konkret in einem „Tu-was-Katalog“ niedergeschlagen hatten. Damit soll das Anforderungsprofil an ehrenamtliches Engagement geschärft werden, wie es vor allem in den Vereinen stattfindet. Für die vom Stadtmarketing-Verein geplante Fußball-Golf-Anlage haben sich inzwischen mehrere Sponsoren gefunden, so dass sie vermutlich im Frühjahr eröffnet werden kann und für die geplante Gesundheitskonferenz gibt es mit dem 12. März bereits einen konkreten Termin.

Sechs große Themengebiete kristallisierten sich in einer ersten Runde im Plenum heraus, die nach der „Open Space-Methode“ von allen Teilnehmern gemeinsam bearbeitet wurden: Altersgerechtes Wohnen mit seinen vielfältigen Wohnformen, Ausbau des Nahverkehrs und Verkehrsberuhigung, ärztliche Versorgung, Stärkung des Wirtschaftsstandorts, Erhalt der Infrastruktur und der intergenerative Austausch wurden in wechselnd zusammengesetzten Arbeitsgruppen im Hinblick auf bereits vorhandene Angebote untersucht. Ziele und Maßnahmen wurden definiert, Problemfelder und Verantwortlichkeiten benannt. Dass der große Wurf mangels Zuständigkeit oder Finanzkraft kaum möglich ist, wurde bei allen Themen deutlich. Ideen, die vorhandenen Spielräume maximal auszuschöpfen, gab es dagegen reichlich. Intensivere Nutzung der vorhandenen Einrichtungen, Förderung der Kontakte zwischen den Generationen oder Verkehrsberuhigung am Haunerbusch – vieles ist möglich. Mit ihren politischen, beruflichen und ehrenamtlichen Kompetenzen konnten sich die Teilnehmer vielfältig einbringen. Netzwerke zu bilden und vorhandene Synergie-Effekte zu nutzen war denn auch ein wesentlicher Kernpunkt der Veranstaltung.

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