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Kommt Beschluss für „Skywalk“?

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Von: Detlef Ruthmann

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Skywalk Möhnetal als Kostengrundlage für Aussichtsplattform Kerspetalsperre
Der vor zwei Jahren eingeweihte Skywalk Möhnetal, der Kosten für Planung und Errichtung in Höhe von 127 000 Euro verursacht hat und durch das Leader-Programm gefördert wurde, wurde für eine grobe Kostenschätzung herangezogen. © Großelohmann, Reinhold

Es fehlt noch die grundsätzliche Entscheidung, ob es einen Skywalk an der Kerspetalsperre geben soll und damit die Möglichkeit für die Kiersper, sich die „in Deutschland bestgehütete Talsperre“ anzusehen und sich mit ihr identifizieren zu können.

Kierspe - Einen Beschluss könnten die Mitglieder des Ausschusses für Schule, Kultur und Tourismus und des Hauptausschusses, die am 9. und sowie 16. November tagen, fassen. Die Verwaltung, welche die Idee der CDU-Fraktion – „Errichtung eines Zuganges zur Kerspetalsperre mit Aussichtspunkt und Verweilmöglichkeit“ – geprüft hat, stellt in einer umfangreichen Vorlage erste wichtige Informationen zur Verfügung und macht dabei gleichzeitig deutlich, dass solch ein Vorhaben nur mit Zustimmung des Wupperverbandes möglich ist.

Gleichzeitig geht es um die Finanzierung: Aufseiten der Verwaltung rechnet man für Planung und Ausführung mit Kosten von 180 000 bis 200 000 Euro. Dabei handele es sich um eine grobe Schätzung, denn wegen der Materialknappheit und schwankender Preise sei eine genaue Kalkulation schwierig. Eine Förderung durch das Leader-Programm ist vorstellbar, gleichwohl bliebe für die Stadt ein Eigenanteil von rund 70 000 Euro. Die Schätzung beruht auf den Kosten des Skywalk „Möhnetal“, der aber, ebenso wie der Skywalk „Biggeblick“ nicht eine Holz-, sondern eine Stahlkonstruktion ist und insgesamt 127 000 Euro gekostet habe.

Großer Folge-Aufwand bei Holzkonstruktion

Eine Holzkonstruktion würde sich zwar gut ins Landschaftsbild einpassen, doch hält sie die Verwaltung aufgrund des großen Aufwands für die Unterhaltung und Sicherungspflicht nicht für sinnvoll. Klar ist, dass für das Vorhaben – sollte es denn angegangen werden – die Zustimmung des Wupperverbands notwendig ist. Der stehe dem zwar durchaus positiv dem gegenüber, hatte gleichzeitig deutlich gemacht, dass eine größere Entfernung zum Wasser eingehalten werden muss, eine Borkenkäferfläche auf der Ostseite der Talsperre genutzt werden sollte und der Aussichtspunkt in der Höhe errichtet werden müsste.

Die Verwaltung sieht noch weitere Punkte, die dabei berücksichtigt werden sollten und hat daher auch den Naherholungs- und Freizeitbeauftragten Ralf Thebrath mit ins Boot geholt: Es müsste eine Fläche mit Sitzgruppe oder Panoramabank zum Verweilen, eine Informationstafel über die Kerspetalsperre und eine Zuwegung für Rettungsfahrzeuge und für Instandhaltungsarbeiten geben. Ebenso sollte solch eine Skywalk ins Wanderwegenetz eingebunden und vielleicht ein Rundwanderweg zum Aussichtspunkt angelegt werden.

Parken auf dem Marktplatz

Ebenso müsse man über Parkmöglichkeiten nachdenken. Denn an der Kerspetalsperre gebe es keinen Wanderparkplatz. Eventuell würde sich die Parkfläche am Marktplatz in Rönsahl anbieten. Der ist knapp drei Kilometer von der potenziellen Fläche entfernt, die wiederum über die gekennzeichneten Wanderwege A6/X3 erreichbar sei.

Ebenso seien Maßnahmen notwendig, die verhinderten, dass Besucher nicht direkt zur Aussichtsplattform fahren, da es dort keine Parkmöglichkeiten gibt und der Stadt oder privaten Eigentümern auch keine Flächen an der Talsperre gehören, für die Entsprechendes geplant werden könnte.

Freiwillige Leistungen darstellbar?

Ein wesentlicher Punkt bei den Beratungen in den beiden Gremien wird zweifellos sein, ob in den Haushalten für kommendes oder das Jahr 2023 eine freiwillige Leistung in Höhe von circa 70 000 Euro darstellbar ist – was bereits eine Leader-Förderung voraussetzen würde. Letztlich gibt es aus diesem Grund auch noch keinen Beschlussvorschlag. Außerdem wird es auch erst konkrete Gespräche mit dem Wupperverband geben, wenn ein Beschluss erfolgt ist, das von der CDU-Fraktion vorgeschlagene Projekt in Angriff zu nehmen.

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