AC/DC-Tributeband begeistert Publikum auf dem Gut

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Songs von AC/DC vom Feinsten gab es am Donnerstagabend mit Dirty Deeds in Rönsahl.

Rönsahl - „Ich könnte hier ein Jahr stehen bleiben“, brachte Hacky Biesenbach aus Radevormwald seine Gefühle zwischen zwei Songs von Dirty Deeds völlig atemlos zum Ausdruck, bevor er wieder in eines der Lieder von AC/DC einfiel.

„Das ist das Beste, was ich seit dem Original gehört habe“, flocht er in der kurzen Gesangspause noch ein.

Musik muss man nicht nur hören, man muss sie auch fühlen und sehen. Alle drei Wahrnehmungsarten bediente am Donnerstagabend Dirty Deeds beim Musiksommer auf Gut Haarbecke. Schon beim Eingangssong „Live Wire“ bahnte sich eine enge Beziehung zwischen Band und Publikum an. Wie ein Schwamm sogen die Fans die Musik in sich auf und ließen sich nicht zweimal bitten, doch vor die Bühne zu kommen.

Ein optisches und musikalisches Highlight wurde Volker Vogt, der Sologitarrist. Ausgestattet mit Ringelsöckchen, Schuluniform, einem überlangen Schlips und zwei kleinen aufgeklebten roten Hörnchen auf dem haarlosen Haupt wuselte er spielverrückt durch den Abend, wie sein musikalisches Vorbild Angus Young. Sänger Alexander Kaiser gab an diesem Abend alles. Ob bei „TNT“, „Hells Bells“, oder zum späteren Abend hin mit „Highway to hell“, er sang mit vollem Körpereinsatz und Stimme. Dass Schotten unter ihren Röcken die blanke Haut tragen, das wissen Haarbecke-Fans seit vergangenem Donnerstagabend nun ganz genau. Lars Wolfgramm hatte seinen Auftritt mit dem Song „It’s A Long Way To The Top“ und seinem Dudelsack, heimste sich langen Beifall ein und als Zugabe zeigte er seinen blanken Allerwertesten.

Das Ende des AC/DC-Abends zeichnete sich schon ab, als als Überraschung von Dirty Deeds noch einer drauf gesetzt wurde.

Ein Rednerpult wurde aufgestellt und auf die Bühne trat Sänger Alexander Kaiser in einem Priestergewand und im Schlepptau Gitarrist Volker Vogt im Messdienergewand und mit Heiligenschein. „Let There Be Rock“ hieß es nun und Alexander Kaiser „predigte“ seine Botschaft, unterstützt durch den hüpfenden kleinen rot-weißen Heiligen Volker Vogt. „Rocker“ und „For Those About To Rock“ waren die beiden letzten Songs der Band, bevor die rund 800 Gäste nach einem emotionalen Abend das Gut im Sauerland erschöpft aber glücklich verließen.

Nächsten Donnerstag findet der letzte Abend des Musiksommers statt. Als Act tritt die Living-Planet-Band auf. Einlass ist ab 18.30 Uhr, die Musik beginnt gegen 20 Uhr, der Eintritt beträgt 7 Euro.

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