Kollegien beschnuppern sich

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Die Schulleitungen von Pestalozzischule und Schanhollenschule, bestehend aus Reinhard Mayr und Hildegard Scheer sowie Thomas Block und Arne Freiberg, trafen sich jetzt erstmals nach dem Ratsbeschluss zur Einrichtung der neuen Verbundschule, um organisatorische Fragen zu klären. ▪

KIERSPE ▪ Die aktuelle Schulentwicklungsplanung zeigt, dass die Schülerzahl in den ersten Klassen von 176 im Schuljahr 2011/12 sinkt auf in den Folgejahren 137, 158, 176, 152 und 151 und dann nochmals im Jahr 2017/18 ansteigt auf 183 Kinder.

Für den Bereich der Schanhollenschule mit Schülerzahlen von 27 bis 38 ist in dieser Zeit eine Ein- bis Zweizügigkeit und für den der Pestalozzischule mit 45 bis 72 Kinder eine Zwei- bis Dreizügigkeit vorgesehen, entsprechend gilt das natürlich für alle anderen Jahrgänge. Vor dem Hintergrund der sinkenden Schülerzahlen hat der Stadtrad jetzt die Einrichtung des Grundschulverbundes aus diesen beiden Schulen beschlossen, um so auch langfristig den Standort zu erhalten. Jetzt trafen sich die Schulleitungen beider Grundschulen danach zu einem ersten Gespräch, um organisatorische Fragen im Rahmen des Zusammenschlusses zu klären.

Dazu kamen Reinhard Mayr als kommissarischer Schulleiter und seine Stellvertreterin Hildegard Scheer in die Schanhollenschule, wo sie auf den kommissarischen Schulleiter Thomas Block und seinen Stellvertreter Arne Freiberg trafen. Ebenfalls anwesend waren bei der Besprechung Petra Koch als Vertreterin des städtischen Schulverwaltungsamtes. Wichtig ist den Schulleitungen wie auch den Eltern, wie die Stellungnahmen deutlich machten, dass auch bei dem Verbund die Identität beider Schulen so weit möglich erhalten bleibt. So wurde schon festgelegt, dass es weiterhin an der Schanhollenschule das Betreuungsangebot von 8 bis 13 Uhr gibt und an der Pestalozzischule die Offene Ganztagsgrundschule. Voraussichtlich sollen auch beide Fördervereine fortbestehen.

„Die Einschulungsuntersuchungen sollten aufeinander abgestimmt werden“, geben Mayr und Block ein weiteres Ergebnis wieder. Ohnehin steht die Sozialpädagogin der Pestalozzischule, die dort besonderen Förderunterricht in der Eingangsstufe 1/2 anbietet, dann natürlich auch der Schanhollenschule zur Verfügung. Derzeit hilft auch schon Lehrerin Steffi Uelhof an der Schanhollenschule im Fach katholische Religion aus, das personell nicht besetzt ist. Der Stundenplan wird künftig gemeinsam erstellt.

Trotzdem werden die Lehrer von beiden Schulen erst einmal an ihren Schulen weiter tätig bleiben. Nur bei Bedarf in Einzelfällen ist natürlich eine gegenseitige Unterstützung geplant. Gewünscht wurde aber bereits, dass Gelegenheiten geboten werden, um sich untereinander besser kennenzulernen. So ist in der letzten Sommerferienwoche ein Ausflug des neuen Gesamtkollegiums geplant. „Die Kollegen wollen sich dann näher beschnuppern“, machen Mayr und Block aufmerksam. Eine erste gemeinsame Konferenz steht bereits im laufenden Schuljahr an, dann geht es um die Vorstellung wichtige verfahrenstechnische Fragen der Schulfusion und auch schon um die Stundenplangestaltung.

Weitere Überlegungen gehen dahin, auch Ausflüge künftig gemeinsam durchzuführen, weil sich so bessere Buskonditionen erzielen lassen und daher die Eltern von günstigeren Preisen profitieren. Das wird sogar bereits jetzt abgestimmt und umgesetzt. Gelten soll dass ebenfalls für Sportfeste und Klassenfahrten. Alle Überlegungen stehen unter der Prämisse, Bewährtes an den beiden Standorten zu erhalten und sich bietende Synergien und andere Vorteile in Zukunft zu nutzen.

Es gibt ebenfalls schon einen Vorschlag für die Namensgebung der neuen Verbundgrundschule, bei dem der Wunsch nach einer Wahrung der Identität beider Bildungseinrichtungen, die bei der einen zwar eine längere und bei der anderen eine kürzere, aber trotzdem doch beide vor Ort eine Tradition haben. Die Idee ist, die Schule „Pestalozzischule mit Teilstandort Schanhollenschule“ zu nennen und auch die Logos, die zwei Schanhollen und die stilisierten Hühner, die ihre Herkunft vom Haunerbusch haben, weiterzunutzen.

Reinhard Mayr legte bei dem Treffen sogar schon einen ersten Vorentwurf für einen Briefkopf vor. Es fehlten beim Logo der Schanhollenschule nur der Bogen, der das Hülloch, also die Kiersper Höhle, andeutet, in dem die Schanhollen der Sage nach gelebt haben sollen. Hier wird überlegt, diesen noch einzufügen, wenn dadurch die Schanhollen nicht zu klein werden. Die Idee fand bereits aus Lehrer- wie Elternschaft Beifall.

Wie Petra Koch als Vertreterin der Stadt mitteilte, sollen auch die Haushalte für beide Standorte vorerst bestehen bleiben, so dass sich auch da nichts ändert. ▪ rh

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