Kohlenmonoxid ist Thema

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Über die Möglichkeiten, sich vor dem tödlichen Gas Kohlenmonoxid warnen zu lassen, informierte auch Wehrleiter Georg Würth auf dem Rauchmeldertag. ▪

KIERSPE ▪ Seit mittlerweile fünf Jahren veranstalten die Mitglieder der Kiersper Feuerwehr gemeinsam mit den Schornsteinfegermeistern aus Kierspe einen Rauchmeldertag – und immer noch ist das Interesse an der Veranstaltung ungebrochen. In diesem Jahr wollten die Besucher vor allem Informationen über die Gefahren, die von Kohlenmonoxid (CO) ausgehen.

„Es ist unglaublich, seit 2007 beteiligen wir uns am Rauchmeldertag, doch die Kiersper kommen immer noch zu uns“, freut sich Wehrleiter Georg Würth über das Interesse. Doch er sagt auch, dass sich das Besucherinteresse gewandelt habe. So seien in den ersten Jahren viele Leute gekommen, die grundsätzliche Informationen zu Rauchmeldern hätten haben wollen. „Solche Besucher gibt es zwar immer noch, doch die meisten haben ganz konkrete Fragen oder wollen wissen, wo die Melder montiert werden“, so Würth.

Dafür stand dann Bezirksschornsteinfegermeister Mike Budde zur Verfügung. Anhand von Grundrissen der eigenen Wohnung oder des Hauses konnten sich die Besucher zeigen lassen, wo sie am besten ihre Rauchmelder anbringen.

Bereits am sogenannten Notruftag vor einigen Monaten, der ebenfalls auf dem Parkplatz des Rewe stattfand, war den Wehrleuten klar geworden, dass die Kiersper ein starkes Interesse an Informationen über Kohlenmonoxid haben. „Durch die schweren Unfälle mit Toten, die sich in diesem Winter im Zusammenhang mit dem tödlichen Gas ereignet hatten, wollen viele Kiersper wissen, wie sie sich schützen können“, so Budde. Und tatsächlich, nahezu jeder zweite Interessent machte CO zum Thema. Darauf hatten sich die Schornsteinfeger vorbereitet und neben Rauchmeldern und Feuerlöschdecken auch CO-Warner mitgebracht und diese zum Kauf angeboten. Doch bereits zwei Stunden nachdem der Stand öffnete waren die Warngeräte komplett ausverkauft. Budde: „Damit hatten wir nicht gerechnet. Letztlich konnten wir nur noch Bestellungen für CO-Warner aufnehmen und den Besuchern die Funktion an dem Anschauungsmodell zeigen.“

Interesse weckte auch ein Warnsystem, mit dem vor Gas und Rauch gewarnt werden kann und das sogar Gehörlose über die Gefahr informiert. Wie gefährlich ein Brand sein kann, wurde einige Meter weiter von einer Firma aus Herscheid gezeigt. Die Spezialisten waren mit einer sogenannten Brandsimulationsanlage in die Volmestadt gekommen und führten ab Mittag auf dem Rewe-Parkplatz vor, welche Gefahren von einem Fettbrand in der Küche oder von einer explodierenden Sprühdose ausgehen können.

„Wenn Fett brennt, facht ein Löschversuch mit Wasser das Feuer erst richtig an. Da hilft dann nur, die Flammen zu ersticken. Das geht am besten mit einer Löschdecke, die in keinem Haushalt fehlen sollte“, so Wehrleiter Würth, der sich für den Info-Tag noch weitere Unterstützung geholt hatte.

Denn ebenfalls ab Mittag stand die jüngste Einsatztruppe der Feuerwehr bereit, den Hunger der Besucher mit frisch gebackenen Waffeln zu stillen. In starker Besetzung waren die Mitglieder der Kinderfeuerwehr „Löschzwerge“ zum Rewe gekommen, um dort zu backen. ▪ Johannes Becker

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