„Königlicher Besuch“ bei Senioren und Kindern

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Auch viele kleine Kinder waren in diesem Jahr wieder bei den Sternsingern.

Kierspe - „Wir bringen diesem Haus und seinen Bewohnern den Segen Gottes“ ist der Segensspruch, den derzeit die Sternsinger überall dort vortragen, wo ihnen die Türen geöffnet werden.

40 Mädchen und Jungen aus Kierspe und Rönsahl sammeln seit dem 28. Dezember als Sternsinger Spenden für bedürftige Kinder in Bolivien und in aller Welt. Während sie bislang bei Privatleuten klingelten, besuchten sie am vergangenen Mittwoch das Familienzentrum von St. Josef, die beiden Seniorenzentren Awo und Residenz sowie zum Abschluss Bürgermeister Frank Emde.

Sarah war mit fünf Jahren die jüngste Sternsingerin und bereits zum dritten Mal dabei. Jonathan ist bereits zum siebten Mal mit unterwegs und zählt derzeit 15 Jahre. „Im nächsten Jahr gehe ich als Betreuer mit“, verriet der älteste Sternsinger. Nicht nur katholische Kinder machen bei dieser weltweiten Aktion mit. Einige der Kinder sind evangelisch und zudem „Wiederholungstäter“.

Am Mittwochmittag trafen sich die Kinder und Begleiter schon zeitig, denn sie waren zu einem gemeinsamen Mittagessen im Gemeindehaus am Glockenweg eingeladen. Frisch gestärkt machten sie sich zum Familienzentrum St. Josef auf den Weg, um das Sternsingerlied zu singen und den Segensspruch vorzutragen. Viele Kinder waren um diese Uhrzeit nicht mehr da, doch die verbliebenen und ihre Erzieherinnen freuten sich sehr über den „königlichen“ Besuch. Danach teilten sich die 25 Sternsinger von St. Josef auf und gingen getrennt zu den Seniorenzentren Residenz und Awo. Dort besuchten an alle Stationen, aber auch die Cafés und trafen auf viele Zuhörer. Gesungen wurde dort nicht nur das Sternsingerlied „Seht ihr unseren Stern dort stehen“, auch „Gloria“ und „Stern über Bethlehem“ stimmten die Kinder an.

Der Höhepunkt ihres Nachmittages war jedoch der Besuch bei Bürgermeister Frank Emde und dem Beigeordneten Olaf Stelse. Verstärkung bekamen die Sternsinger von St. Josef dort von den Rönsahler Sternsingern und sie waren nun eine Gruppe von gut 40 Kindern. Ein Getränk stand für alle Kinder auf den Tischen und auch ein Teller mit Gebäck lud zum Zugreifen ein. Bürgermeister Emde freute sich über den Besuch der Sternsinger und auch er bekam einige der Sternsingerlieder von den Mädchen und Jungen vorgetragen. Auf die Tür zum Ratssaal klebten die Sternsinger die Segensbitte 20-C+M+B-16 und sprachen ihre Segenssprüche. Diese Segensbitte galt früher als Bannmittel und soll auch heute noch das Haus und seine Bewohner segnen und sie vor Unglück schützen.

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