Kochtipps vom Profi

Stefanie Pieper leitet Sabine Berndt an.

KIERSPE – Kochen ist in. Es gibt viele prominente Profiköche. Restaurants bieten Kurse für verschiedenste Ansprüche. Auch das Hotel Haus Berkenbaum hat den Trend erkannt. Sechs Kiersper Hobbyköche dürfen nun in der Küche selbst zu Pfannen und Töpfen greifen. Chefköchin Stefanie Pieper und Inhaber Ernst-Willi Funke leiten an und verraten dabei jede Menge Expertentipps.

Ein Cocktail zur Begrüßung, dann geht es in die Küche. Schürzen werden verteilt. Dass Wolfgang Hornig der einzige männliche Teilnehmer ist, macht dem Hobbykoch nicht viel aus. „Ich war auch schon bei Lafer, Karrer und Freitag“, erklärt der Kiersper. Als zweiter Hahn neben Ernst-Willi Funke zwischen Spülbecken und Brätern fühlt er sich sichtlich wohl. Im Nu schneidet Hornig die Schalotten in feinste Würfel. Stefanie Pieper zeigt sich sehr zufrieden: „Man merkt, dass er jeden Tag zuhause am Herd steht.“

Die Verwendung eines Parisers im Umgang mit Broccoli ist jedoch auch für Hornig neu. Piepers Frage nach diesem kleinen Küchenhelfer sorgt bei den Kursteilnehmern für schallendes Gelächter. Dabei handelt es sich bei dem gewünschten Pariser um eine kugeligen Ausstecher, der vor allem zum Dekorieren von Obst und Gemüse zum Einsatz kommt. Die ersten Handgriffe mit dem Werkzeug fallen Sabine Berndt nicht leicht. „Die Idee, Broccoli-Stiele in eine schmackhafte Form zu bringen, finde ich aber super“, meint sie und legt eine weitere hellgrüne Kugel ins Schälchen.

Nach dem Schnippeln versammeln sich alle um den Herd. Ernst-Willi Funke hat einen großen Topf mit Fett erhitzt. Speck, Gemüse und Kartoffeln werden angeröstet. Mit Brühe aufgegossen, entsteht daraus langsam die Kartoffelrahmsuppe, die am Abend mit Lachsstreifen garniert auf den Tisch kommen soll.

Charlotte Wolframm salzt das Wasser für den Broccoli. „Besonders gut schmeckt es, wenn eine Knoblauchzehe mit dazu kommt“, erläutert Chefköchin Pieper. Als kurz darauf die Teilnehmer das Kochwasser probieren dürfen, sind sie sich schnell einig: „Schmeckt!“ Die fertig gegarten Röschen kommen ins Eiswasser, damit sie ihre grüne Farbe behalten. In kleinen Soufflé-Formen werden daraus später sogenannte Timbale.

Wolfgang Hornig ist inzwischen nebenan dabei, die Knusperkruste für das Rinderfilet zuzubereiten. Dank persönlichem Rezeptheft misst er Butter, Toastbrot und Petersilie genau ab und vermengt sie zu einer gleichmäßigen Masse. Das viergängige Menü gefällt ihm.

Die Köche Pieper und Funke haben es sich mit dessen Zusammenstellung nicht leicht gemacht. Neben Produkten die zu Jahreszeit und Region passen, sollten vielfältige Arbeitsschritte erforderlich sein. Das kommt auch bei Charlotte Wolframm gut an. „Jetzt kann ich Spätzle schaben“, freut sie sich. Dank ausreichend Teig und viel Platz um die 80-Liter-Pfanne haben alle Teilnehmer die Möglichkeit, es selbst einmal zu versuchen.

Die Freude der beiden Köche an ihrem Beruf steckt die Kursteilnehmer an. Nach rund drei Stunden ist das Menü fertig. Die gemeinsame Verkostung haben sich alle redlich verdient. Noch vor dem Dessert – Palatschinken mit Rosinentopfen – stehen die Pläne für das erste Nachkochen fest. „Ich versuche es direkt an diesem Wochenende“, kündigt Inge Hupfeld an. Die Familie darf sich auf das selbst gekochte Menü á la Hotel Haus Berkenbaum freuen.

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