Radnetz-Projekt ist im Märkischen Kreis angekommen

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Rote Knotenpunkt-Schilder mit weißer Beschriftung, wie hier im Hochsauerlandkreis, werden demnächst auch auf Kiersper Stadtgebiet zu finden sein.

Kierspe - Radfahrer und -touristen werden schon bald keine Karten mehr benötigen, wenn sie sich sich auf ihren Zweirädern über die verschiedenen Routen im Märkischen Kreis bewegen.

Bei der Umsetzung des Projektes „Radnetz Südwestfalen“ habe man jetzt die hiesige Region rund um Kierspe erreicht, berichtete Bernd Strotkemper, beim Märkischen Kreis für das Radverkehrsnetz zuständig, im Rahmen des Ausschusses für Umwelt und Bauen am Dienstag im Rathaus.

„Wir sind auf der Zielgeraden angekommen“, sagt Strotkemper erleichtert, sprach zugleich aber von einem „eigentlich nicht akzeptablen Projektzeitraum“. Denn die Idee des „Radnetzes Südwestfalen“ oder des „Radeln nach Zahlen“ entstand bereits im Jahr 2010. Ziel ist es, die Radwege der Region und damit alle 59 teilnehmenden Städte und Gemeinden durch eine Art Wabenstruktur möglichst optimal miteinander zu verbinden. „Damit schaffen wir Querverbindungen zwischen den bestehenden bekannten Radrouten, wie beispielsweise dem Ruhrtal-Radweg, und halten so die Radfahrer bei uns im Märkischen Kreis“, sagt Strotkemper.

Individuelle Routenplanung

An drei markanten Punkten im Stadtgebiet lässt der Kreis Informationstafeln aufstellen.

Deshalb ergänzt das „Radnetz Südwestfalen“ durch ein Kontenpunktsystem die bekannte rot-weiße Beschilderung an Straßen, Kreuzungen und markanten Stellen. „Der Radfahrer kann vor Ort entscheiden, welchen Knotenpunkt er als nächsten ansteuert, oder sich zu Hause die Nummern einiger Punkte notieren, um eine ganz individuelle Route zu gestalten“, erklärt Strotkemper.

In den Kreisen Soest und Olpe sowie im Hochsauerlandkreis sind die Knotenpunkt-Schilder laut Strotkemper bereits montiert. Noch in dieser Woche sollen die Arbeiten im Märkischen starten, ehe zum Abschluss Siegen folgt.

An den wichtigsten Punkten soll auch im Märkischen Kreis eine rot-weiße Informationstafel mit Übersichtskarte auf die nächsten Knotenpunkte, Tourenmöglichkeiten und touristischen Attraktionen hinweisen. Über einen QR-Code können zudem viele weitere Tipps abgerufen werden. „Diese Tafeln werden ab der 41. Kalenderwoche aufgestellt“, so Strotkemper. In Kierspe werden künftig drei davon zu finden sein: Am Marktplatz in Rönsahl, am Kreuzungsbereich Kerspetal/Bruch und an der Kreuzung in der Ortschaft Höhlen.

Die Volmestadt wird zudem Teil einer der sechs regionalen Routen durch den Märkischen Kreis, die aktuell in der Entwicklungsphase stecken. „Startpunkt wird in Meinerzhagen sein. Auf Kiersper Gebiet führt die Strecke unter anderem durch Höhlen und das Kerspetal“, spricht Strotkemper von einer „tollen Tour, die sich in jedem Fall lohnt zu bewerben“.

Informationen und Tourenvorschläge für das Radnetz Südwestfalen im Internet unter www.radeln-nach-zahlen.de.

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