Fotovoltaik in Kierspe weiter voranbringen

Mehr tun für den Klimaschutz

Klimaschutz mit BRAvour - Fotovoltaik fördern
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Das Unternehmen Goletz könnte für andere Kiersper Firmen, aber auch Privatleute ein Vorbild sein, denn es hat auf dem Firmendach eine große Fotovoltaik-Anlage installiert.

Das Thema Fotovoltaik soll jetzt noch einmal weiter vorangebracht werden. Aus diesem Grund hat die Bezirksregierung Arnsberg die Kampagne „Klimaschutz mit BRAvour“ vor gut einer Woche gestartet (MZ berichtete).

Kierspe - Neben zwei Kreisen und rund 70 Kommunen hat sich auch die Stadt Kierspe dieser Kampagne angeschlossen, die dazu beitragen soll, „gemeinsam Bürgerinnen und Bürger, aber auch Gewerbe- und Industriebetriebe für mehr Klimaschutz durch konkretes Handeln zu gewinnen“. Die Bezirksregierung werde den Städten und Gemeinden, die sich beteiligen, verschiedene Workshops anbieten und durchführen, erklärt Kierspes Bürgermeister Olaf Stelse.

Dabei gehe es zwar primär auch um Fotovoltaik, aber auch die Themen „Erneuerbare Energien“, „Gebäudesanierung“, „Nutzerverhalten“, „Mobilität“ und „Klimafolgenanpassung“ würden eine Rolle spielen. Doch bevor die Stadt Kierspe richtig in diese Klimaschutz-Kampagne einsteigt, soll erst ein Klimamanager eingestellt werden, verdeutlicht der Bürgermeister, dass man die Förderung dieser Stelle nicht durch vorzeitige Aktivitäten schädigen will. Die Ausschreibung dafür laufe gerade, so Stelse weiter, der davon ausgeht, dass im Sommer in Kierspe ein Klimaschutzmanager seine Arbeit aufnimmt.

Info-Material an Stadt anpassen

Zu den den Aufgaben dieses Klimamanagers wird es zählen, das Informationsmaterial, dass die Bezirksregierung in Kooperation mit der Energie-Agentur NRW zur Verfügung stellt, aufzuarbeiten und anzupassen. Da sollte zum Beispiel ein Wiedererkennungslogo der Stadt auf dem Material zu finden sein, nennt der Bürgermeister ein Beispiel. Ebenso soll der Klimamanager Informationsveranstaltungen, die insbesondere zum Thema „Dach-Fotovoltaik“ angeboten werden sollen, mit den anderen Nachbarkommunen abstimmen.

Fachliche Beratungen für Privatleute und Unternehmer soll es auch geben, ebenso sollen Kooperationspartner in solche Aktionen und Prozesse eingebunden werden. Es werden also nicht nur an die Stadt angepasste Informationsmaterialien. „Der Klimaschutz in Kierspe und die Sensibilisierung der Kiersper Bürgerinnen und Bürger ist für uns ein wichtiges Ziel für die nächsten Jahre“, hatte Olaf Stelse beim Start der Kampagne „Klimaschutz mit BRAvour“ - das BRA steht für Bezirksregierung Arnsberg – betont.

Nicht nur Statement für mehr Klimaschutz

Und Adrian Mork, Leiter der Stabstelle Klimaschutz, Energie und Nachhaltigkeit bei der Bezirksregierung, hatte ergänzt, das die Menschen und die Kommunen nicht nur ein Statement zu mehr Klimaschutz vor der Haustür abgeben, sondern selber tätig würden.
Was zur Folge haben kann, dass das Gebiet der Stadt Kierspe auf der Karte des Märkischen Kreises, welche die prozentuale Potenzialnutzung von Fotovoltaik-Dachflächenanlagen zeigt, bald noch grüner eingefärbt werden. Immerhin in Kierspe – im Gegensatz zu elf anderen märkischen Kommunen – mehr als 4,5 Prozent der Dachflächen für Fotovoltaik-Anlagen ausgeschöpft. Auch die Stadt selbst hat solche Anlagen auf der Gesamtschule, dem Rathaus, der Sporthalle und dem Hallenbad beziehungsweise hat Dachflächen für Fotovoltaik verpachtet.

Ob es noch mehr werden, soll geprüft werden, betont Bürgermeister Olaf Stelse. In der Vergangenheit scheiterte es entweder an Statik- oder Stromkreis-Gründen. Mittlerweile seien Fotovoltaik-Elemente nicht nur günstiger, sondern auch deutlich leichter geworden. Daher werde man prüfen, ob beispielsweise eines der Dächer der Grundschulen in Kierspe nun doch solch eine Anlage aufnehmen kann. Allen anderen Kierspern, die sich für das Thema interessieren – wobei zweifellos die Elektromobilität und dadurch erforderliche Ladestationen eine Rolle spielen dürften – , sollen vom Klimamanager und anderen geschulten Verwaltungsmitarbeitern Unterstützung, Hilfe und Informationen, auch über Fördermöglichkeiten, erhalten.

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