Felsklettern in Kierspe

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Wenn auch die Artenschutzprüfung das gewünschte Ergebnis bringt, dann steht dem Klettern in einer Wand des Steinbruchs am Hülloch nichts mehr im Wege. Die Bezirksregierung hat es bereits als Leaderprojekt genehmigt.

Kierspe - Der Berg ruft – manchmal lockt aber auch nur eine Felswand. Für Kletterfreunde geht aber auch davon eine große Faszination aus. Wenn alles klappt, kann in naher Zukunft eine Wand des ehemaligen Steinbruchs am Hülloch am Seil gesichert durchstiegen werden.

Die Kletterhallen, die in den vergangenen Jahren überall im Land eröffnet wurden, erfreuen sich eines regen Zuspruchs. Auch deshalb, weil immer mehr natürliche Klettermöglichkeiten wegfallen. Umso erfreulicher für die Kletterer, dass schon bald eine neue Möglichkeit zum Felsklettern entstehen könnte – am Rande von Kierspe. Dass die Chance auf diese neue Freizeitmöglichkeit besteht, wurde im Rahmen der Ratssitzung öffentlich gemacht. Denn diese Sitzung nutzten die Regionalmanagerinnen Friederike Schriever und Susanne Neumann, um die Kiersper Politiker auf den neusten Stand bei den Leader-Projekten zu bringen. 

Insgesamt wurden bislang 16 Projekte von der Bezirksregierung für die vier Kommunen „Oben an der Volme“ genehmigt. Darin sind 1,26 Millionen Euro Fördermittel gebunden. Damit wurde auch deutlich, dass sich bei den Projekten viel bewegt hat, denn im September des vergangenen Jahres waren erst sechs Projekte bewilligt worden. Da aber nicht alle Vorhaben für die Volmestadt die gleiche Relevanz haben, gingen die beiden Fachfrauen auf die Kiersper Projekte genauer ein. 

So wurde vor Ort beschlossen, das Projekt „Volmeschätze“ umzusetzen. „Das geht jetzt auch in die Bewilligung“, führte Schriever aus. Bei den Volmeschätzen handelt es sich in Kierspe um drei thematische Wanderwege, die unter den Oberbegriffen Talsperren, Sagen und Mythen sowie Industriekultur stehen. Insgesamt sind für dieses Projekt, hinter dem sich in allen vier Kommunen zehn Wanderwege verbergen, 65 000 Euro Fördermittel beantragt worden. Vorgestellt wurde auch die „Platzgestaltung Oben an der Volme“, bei der Kierspe mit einem Mehrgenerationenplatz im Baugebiet „Östlich Rathaus“ betroffen ist (die MZ berichtete). Auch dieses Projekt ist bereits bewilligt. Am Montag, 25. Juni, sind die Kiersper, vor allem natürlich die Anwohner ab 17.30 Uhr ins Rathaus eingeladen, um ihre Ideen für die Platzgestaltung einzubringen.

Zuletzt ging es dann auch noch ums „Felsklettern im Hülloch“. Das Projekt wurde bereits von der Bezirksregierung bewilligt. Vorgesehen ist, dass eine Wand des Steinbruchs für Kletterer freigegeben wird. Dabei sollen an bestimmten Positionen in der Wand Kletterhaken gesetzt werden. Außerdem gibt es eine Infotafel, die den Kletterern aufzeigt, wo sie unter welchen Bedingungen klettern dürfen. Projektträger ist in diesem Fall die Sektion Lüdenscheid des Deutschen Alpenvereins. Der Kiersper Markus Pempe, der Mitglied in dem Verein ist, hatte die Idee zu diesem Projekt. 

Besonders erfreulich für den Trägerverein ist, dass nach den Worten von Pempe der Eigentümer des Steinbruchs Peter Veltens hinter der Idee steht und bereit ist, der Sektion die Wand erst einmal für zwölf Jahre zu überlassen. Pempe: „Vorher muss aber noch eine Artenschutzprüfung stattfinden.

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