„Es muss kein Rassegeflügel sein“

Kleines Tape sorgt für Glücksmoment

Hühner sind ihre Passion: Bärbel Weber und Peter Görlich wissen, wie man mit einem Tape Leben retten kann. In unserer Glücksmomente-Aktion berichteten sie davon.
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Hühner sind ihre Passion: Bärbel Weber und Peter Görlich wissen, wie man mit einem Tape Leben retten kann. In unserer Glücksmomente-Aktion berichteten sie davon.

Dass Tiere den Menschen so manchen Glücksmoment bescheren können, wurde für viele erst während der vergangenen Corona-Monate so richtig deutlich. Eine, die das schon im Kindesalter lernte, ist Bärbel Weber, die es deswegen besonders glücklich macht, wenn sie ihrerseits Tieren etwas Gutes tun kann.

Kierspe – Ihre Lieblingstiere sind Hühner. Kennen und lieben lernte sie das Federvieh in ihrem Elternhaus in Friesland. Das erste eigene Geld, das sie zur Konfirmation geschenkt bekam, wurde deshalb auch umgehend in einige Zwerghühner investiert. Bis heute hat die Begeisterung für diese Spezies nicht nachgelassen. Erst die Anschaffung einiger Exemplare machte für sie den Hausstand komplett, den sie Jahre später im Sauerland gründete. Und während sie ihre Erlebnisse im Rahmen der Glücksmomente-Aktion schildert, kann man auf ihrem T-Shirt lesen: „Zuhause ist, wo meine Hühner sind“.

„Es muss kein Rassegeflügel sein, das mich jeden Tag mit leckeren Eiern beschenkt“, sagt sie, obwohl sie eine Schwäche für die schwedischen Silverudds hat, denen ein besonders zutraulicher, neugieriger und aufgeweckter Charakter zugeschrieben wird und die wegen der Farbe ihrer Eier auch Grünleger genannt werden. Alle Tiere, in der Regel zwischen zehn und 15, dürfen bei Bärbel Weber ihr Hühnerleben bis zum natürlichen Tod genießen. Dass sie im Kochtopf enden kommt gar nicht in Frage.

Die Aufzucht teilt sich die passionierte Hühnerhalterin mit ihrer Freundin Nina und deren Vater, Peter Görlich. In einer Brutmaschine, die Bärbel Weber angeschafft hat, schlüpfen die Küken nach rund 20 Tagen. Dabei erblicken nicht immer alle unversehrt das Licht der Welt. Ein Küken, das in diesem Jahr mit Kreuzbeinchen aus dem Ei schlüpfte, konnte Bärbel Weber nicht vor dem Tod bewahren. Aber bei einem anderen, das ihre Freundin zu ihr brachte, wusste sie Rat. Es hatte Spreizbeinchen, konnte deshalb nicht selbstständig stehen. Mit einem Tape wurden die Beinchen in der richtigen Position fixiert und schon zehn Minuten später stand das Küken, drei Stunden später rannte es bereits: Ein Glücksmoment für alle Beteiligten.

Mittlerweile lebt das putzmuntere und schon recht große Küken, das Bärbel Weber nach ihrer Freundin benannte, mit vielen anderen in der „Kinderstube“ von Peter Görlich in Oberbrügge. Der kümmert sich liebevoll und umsichtig um den Nachwuchs, bis dieser mit etwa drei Monaten zu den „Großen“ darf. Dann wird auch die gefiederte Nina wieder zu Bärbel Weber zurückkehren.

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