Kleine Gemälde auf dem Schanhollen-Sagenweg

Geheimnisvolle Gesichter schauen Wanderer an

Baumgesichter - Schanhollen-Weg - Kierspe
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Hier wurde gar ein vertrockneter Ast zu einer roten Pinocchio-Nase.

 Es ist mindestens genauso geheimnisvoll wie die Sage um die Kiersper Schanhollen, wie hilfreiche Geister im Volmetal genannt werden: Auf dem Schanhollen-Sagenweg, der vom Schanhollenweg in Kierspe über Friedrichsthal und Höhlen zurück zum Wildenkuhlen führt, gibt es seit einiger Zeit Augen beziehungsweise Gesichter, die den Wanderer von Baumstämmen ansehen.

Kierspe - Sehr zur Freude von Leser Klaus Holzt, der sie bei seiner Tour durch den Arney entdeckte. Der Kiersper war so begeistert, dass er gleich ein zweites Mal losgezogen ist, dann mit einer Kamera in der Tasche, um die Gesichter – die durchaus Schanhollen-Gesichter sein könnten – zu fotografieren. Um sie seiner Frau zu zeigen, die nicht mitwandern konnte. Ebenso meldete er sich bei unserer Zeitung.

Diese beiden Gesichter, die sich schüchtern, aber verliebt aus den Augenwinkeln ansehen, sind die Lieblingsbilder von Klaus Holzt.

Wenn man den Asphalt des Schanhollenwegs verlassen hat und in den Wald kommt, dauert es nur wenige Meter, bis einem das erste Gesicht von einem Baumstamm sozusagen anlächelt. Wer sie wann gemalt hat, vermag Klaus Holzt nicht zu sagen. Auch eine Nachfrage bei Ralf Thebrath, Freizeit- und Naherholungsbeauftragter der Region Oben an der Volme, konnte das Geheimnis um den Künstler nicht auflösen.

Die Augen dieses gezeichneten Schanhollen auf der großen Tafel könnten die Grundlage für die Baumgesichter sein.

„Da bin ich nicht eingebunden gewesen“, sagt Thebrath, begrüßt aber die Aktion, denn: „Es macht den Schanhollen-Sagenweg noch attraktiver und damit bekannter!“ Denn auf dem Kopf oberhalb des Wehebachs stehen nicht nur zwei Ruhebänke, sondern eben auch die große Tafel „Schanhollen“, die im Rahmen der Mythen- und Sagenwelt Oben an der Volme dort aufgestellt wurde. Ralf Thebrath weiß zwar, dass es drei engagierte Kiersper, gerade, was die Schanhollen-Sage angeht, gibt, aber eben nicht, ob einer von ihnen die „Schanhollen-Gesichter“ auf die Bäume gemalt hat.

Die Rinde öffnet sich und heraus kommt ein Schanholle (?).

Klaus Holzt geht gerne den Rundweg durch den Arney, der nun auch der Schanhollen-Sagenweg ist. Bislang wegen der Ruhe im Wald und der schönen Aussichten besonders bei Friedrichsthal. Nun freut er sich auch über die kleinen Gemälde an den Bäumen. Er hat sogar schon ein Lieblingsgesicht: Eigentlich sind es zwei, die sich auf einem geteilten Baumstamm „verstohlen aus den Augenwinkeln ansehen“. Holzt hat diesen, mit jeweils einem Herzen unten, gleich zwei Attribute zu geordnet: „Schüchtern und verliebt“.

Auffälliger Baumstumpf: Auf einmal blüht hier eine geheimnisvolle Blume.

„Ich bin eine gute Stunde unterwegs“, ist Klaus Holzt überzeugt, dass der Schanhollen-Sagenweg beziehungsweise der Rundweg durchs Arney auch und gerade für Familien geeignet sei. Und Platz, um den in Corona-Zeiten geforderten Abstand einzuhalten, gebe es ebenfalls, meint der Leser. Allerdings gebe es nicht auf dem gesamten Rundweg die netten Gesichter.

Man ist noch nicht richtig im Wald, da lacht dieses Gesicht den Wanderer oder Spaziergänger an.

Ein knappes Dutzend wurde auf Baumstämmen in dem Teilbereich vom Schanhollenweg bis kurz nach der Anhöhe, wo die Schanhollen-Tafel und die Bänke stehen, gemalt. Klaus Holzt hofft, dass die verwendete Farbe möglichst lange hält und nicht vom Regen weggespült wird.

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