Kleine Felderhof-Sporthalle ist viel besser als ihr Ruf

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Die Umkleiden und sanitären Anlagen der kleinen Felderhof-Sporthalle machen genauso wie die Halle selbst entgegen der immer wieder aufkommenden Kritik einen ordentlichen Eindruck, stellten von der SPD gestern Christian Reppel, Ralf Ullrich und Jörg Hentschel fest. ▪

KIERSPE ▪ Immer wieder kommen von Sportlern oder auch Eltern von Kindern Klagen über die Situation in der kleinen Felderhof-Sporthalle. Richtig hoch schlugen die Wogen vor vier bis fünf Jahren, als aufgrund von Geruchsbeeinträchtigung schon Schimmelsporen vermutet wurden.

Festgestellt wurde von der Verwaltung damals aber nur ein gewisser Sanierungsbedarf, der dann auch zu verschiedenen Maßnahmen führte. Trotzdem sah sich die SPD-Fraktion jetzt erneut mit Bürgerbeschwerden konfrontiert und beschloss daher, sich einmal selbst vor Ort alles anzusehen.

Mit Stadtechniker Hartwig Benne wurde ein Termin vereinbart: Hausmeister Michael Schmelzer führte dann gestern den Bau- und Umweltausschussvorsitzenden Christian Reppel, Ralf Ullrich und Jörg Hentschel durch das Gebäude. Dabei überzeugten sich die drei Sozialdemokraten von dessen Bauzustand. „Wir wollen natürlich sicherstellen, dass hier kein Sanierungsstau entsteht, so dass hinterher zu viel an der Halle zu tun und sie dann nicht mehr zu halten ist“, erklärte Christian Reppel und machte darauf aufmerksam, dass die SPD sich immer für deren Erhaltung eingesetzt habe, auch nach dem Bau der neuen Vierfeldhalle.

Tatsächlich ist es so, dass die Halle nach wie vor rege und gern genutzt wird: So spielen hier die Tischtennispieler der TTG, die hier die notwendige Ruhe für ihren Sport finden, aber auch verschiedene Jugend- und Freizeitmannschaften. Von Meinerzhagener Schulen kommen Gruppen und auch die Freie Schule nutzt sie für den Schulsport, wie auch am gestrigen Morgen wieder. „Nach wie vor ist sie zudem von der Gesamtschule belegt“, wie Schmelzer weiter zu berichten wusste.

Zuerst schauten sich die Sozialdemokraten die sanitären Anlagen an und stellten fest, dass die Toiletten und vor allem auch die erst vor einigen Jahren renovierten Duschen sogar einen recht guten Eindruck hinterlassen. Alles funktionierte. Nichts könne natürlich dagegen unternommen werden, wenn Kinder und Jugendliche daneben pinkelten, was leider öfter vorkommt. Kleinere Schäden an den Garderoben waren das einzige, was den Politikern negativ auffiel.

Der Hausmeister informierte, dass es regelmäßige baubiologische Überprüfungen gebe, die jedoch keine Beanstandung ergaben. Die Verwaltung verfüge inzwischen auch über eigene Schimmeltests. Eine intensivere Geruchsbelastung über das normale Maß hinaus fiel Reppel, Ullrich und Hentschel gestern nicht auf.

Das aktuell gebrochene Tor wurde ebenfalls in Augenschein genommen und festgestellt das es ganz offenkundig durch rohe Gewalt kaputt gegangen ist. Auch in dem auf dem Spielfeld stehenden vermeintlich noch intakten Tor wurden Risse ausgemacht, so dass hier sicher eine Reparatur oder Erneuerung ansteht. Ansonsten hat aber kürzlich noch ein Sportgerätewart bei seinem Besuch festgestellt, dass die alten Geräte von viel höherer Qualität als die neuen seien und länger hielten.

Es zeigte sich gestern deutlich, dass die Stadt bemüht ist die immerhin bereits mehr als 40 Jahre alte Halle zu pflegen: Der Hallenboden wird bei Bedarf nachgearbeitet, Wände werden gestrichen und auch technisch, was die Lüftung und Heizung angeht, ist einiges investiert worden, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

„Das sieht doch alles gar nicht so schlecht aus“, bilananzierte so Christian Reppel nach dem Rundgang. Größere feuchte Stelle oder etwa gar Schimmel war nirgends erkennbar. Mit etwas Spachtel, Farbe, ein paar Holzlatten und Estrich wären die verschiedenen kleinen Schäden schnell zu beheben und alles wäre schon wieder soweit in Ordnung. Sinnwoll wäre es aus Sicht der Sozialdemokraten allerdings vielleicht, wenn sich der zuständige Ausschuss immer einmal im Jahr über den Bauzustand der Hallen im Rahmen einer Besichtigung informieren würde, so die konkrete Anregung.

Rolf Haase

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