Einweisung in psychiatrische Klinik

Kleinbrand und lautstarker Protest: Polizeibekannte Frau löst in der Nacht Einsatz für Rettungskräfte aus

Einsatz für Polizei und Rettungsdienst in Kierspe
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Eine Frau löste in der Nacht in Kierspe einen Einsatz für Polizei und Rettungsdienst aus.

Immer wieder fällt eine Frau in Kierspe durch ihr Verhalten auf. Bislang allerdings ohne größere Konsequenzen. Nach einem Kleinbrand in der Nacht könnte sich das jetzt aber ändern.

Kierspe - Zum wiederholten Mal hat eine Frau aus Kierspe einen Einsatz für Polizei und Rettungsdienst ausgelöst. Dieses Mal war ein Kleinbrand in der Nacht zu Samstag gegen 1.48 Uhr der Grund, weshalb der gesamte Löschzug 1 mit Sirenenalarm herbeigerufen wurde. „Nachbarn haben Rauch bemerkt, und die zuerst eingetroffene Polizei hat die Frau dann geweckt und aus der Wohnung gerettet“, erklärt Feuerwehrpressesprecher Christian Schwanke.

Gewaltsamen Zutritt haben sich die Beamten wohl nicht mehr verschaffen müssen, da die Eingangstür schon vorher nicht mehr wirklich funktionsfähig war. Der Brand war schnell gelöscht, die Ursache bleibt allerdings mysteriös. Die Polizei konnte die Flammen mit einem beherzten Schwung Wasser löschen und die Feuerwehr brauchte noch nicht einmal das Gebläse ausladen. Geöffnete Fenster reichten zum Lüften völlig aus. Hinweise auf den zunächst gemeldeten Kabelbrand ließen sich aber nicht finden.

Viel entscheidender findet Schwanke, der auch in seiner Funktion als Ordnungsamtsmitarbeiter mit dem Vorfall betraut ist, das
Risikopotential: „Zuerst brennt ein Lappen, dann das Sofa. Sowas ist besonders in einem großen Wohnhaus mitten in der Nacht sehr gefährlich“.

Einsatz in Kierspe: Richter entscheidet, ob Eigen- und Fremdgefährdung vorliegt

Für die Bewohnerin ging es ins Krankenhaus, alleine schon wegen der möglichen Rauchgasintoxikation. Den Weg zum Rettungswagen legte die Betroffene aber nicht ganz freiwillig zurück. Lautstark machte sie sich im Wohngebiet bemerkbar. „Da sie nicht weiter verletzt worden war, ging es nach Lüdenscheid in die Psychiatrische Abteilung. Mal wieder“, so Schwanke.

Dort wird sich am Samstag ein Richter mit dem Fall beschäftigen. Bislang fiel diese Entscheidung einschlägig aus: Die Frau konnte die Klinik unmittelbar immer wieder verlassen. Diesmal könnte die Sache anders laufen: „Hier steht akute Eigen-, vor allem aber Fremdgefährdung im Raum“, so Christian Schwanke.

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