Fahrräder, Spielzeug und jede Menge Kinderkleidung

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Das erste Kind ist unterwegs. Die Ausstattung, wie dieses Babytragetuch, konnten die Eltern beim Basar in der Gesamtschule kaufen.

Kierspe -  Das Angebot war wieder riesig: Kinderwagen und Babytragetücher, Fahrräder, Inliner, Spielzeug und Autokindersitze, vor allem aber Kleidung aller Art, in allen Größen und Farben, standen am Samstagmorgen in der Gesamtschule zum Verkauf.

Auch diesmal war der Andrang beim Kinderkleiderbasar groß und so stellten sich die ersten Interessenten schon lange vor Beginn am Eingang zum Pädagogischen Zentrum (PZ) an. Als dann um 9 Uhr die Türen geöffnet wurden, hatte sich bereits eine Schlange fast bis zum Hallenbad gebildet.

Zweimal im Jahr, jeweils im Frühling und im Herbst, organisiert die evangelische Kirchengemeinde den Kinderkleiderbasar. Dieser hat bei jungen Familien einen festen Platz im Kalender. Viele kommen regelmäßig, kaufen, verkaufen und suchen gezielt nach gut erhaltener Ausstattung zum kleinen Preis.

Trotz des großen Andrangs ging es dabei überraschend ruhig im PZ und dem angrenzenden Mensabereich zu. Die Kunden wurden schnell fündig, denn alles hatte seinen festen Platz, der zudem gut ausgeschildert war. Dem Supermarktprinzip entsprechend, boten die Helferinnen Artikel der gleichen Sorte am gleichen Ort an. Die Kleidung lagerte, nach Größen sortiert, auf langen Tischen, Kinderwagen und Kindermöbel hatten ihren eigenen Bereich. In der einen Ecke waren Fahrrad- und Reithelme gestapelt, gleich daneben Gesellschaftsspiele und Playmobil.

Die Schnellkasse, an der bis zu fünf Teile bezahlt werden konnten, war einer der wenigen Orte, an denen nicht viel los war. Denn kaum jemand begnügte sich mit so wenigen Einkäufen. Manche Interessenten hatten blaue Müllsäcke mitgebracht, in denen sie die „Beute“ verstauten. Wer sperrige Artikel gekauft hatte, konnte sie bei Michaela vom Brocke und Sybille Wirth in Aufbewahrung geben und weiter suchen. Und wer sich zwischendurch stärken wollte, konnte dies am Waffelstand der Gemeinde Vollme tun. Die Frauen aus Vollme waren auch schon am Freitag im Einsatz, als die Verkäufer ihre Ware brachten.

Vier Wochen Vorlauf hat ein Kinderkleiderbasar jeweils, vom ersten Organisationstreffen über die Ausgabe der Verkaufskarten bis hin zur Abrechnung mit den Verkäufern. Die Fäden laufen bei Karin Turck zusammen, insgesamt 74 Helferinnen unterstützten die Großaktion. Eine von ihnen war Claudia Hohage. Die Mutter von vier Kindern zwischen einem und sieben Jahren war nicht nur als Aufsicht im Einsatz, sondern hatte ebenfalls Kleidung angeboten und suchte Neues für den eigenen Nachwuchs.

Gut die Hälfte der beim Kinderkleiderbasar angebotenen Waren wird erfahrungsgemäß verkauft. Was liegenbleibt, wird anschließend wieder abgeholt.

Birgitta Negel-Täuber

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