Kinderbibelwoche wird seit 20 Jahren angeboten

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Im evangelischen Gemeindehaus treffen sich die Kinder, um an der Kinderbibelwoche teilzunehmen, die seit mehr als 20 Jahren vom CVJM angeboten wird. ▪

RÖNSAHL ▪ Einer nunmehr schon seit mehr als zwei Jahrzehnten bestehenden Tradition folgend findet in dieser Woche wieder die Kinderbibelwoche des CVJM im evangelischen Gemeindehaus in Rönsahl statt. Ungeachtet des schönen Herbstwetters in dieser Woche fanden sich zahlreiche Kinder ein, um eine andere Art der Freizeitgestaltung zu erleben.

Diesmal steht die alttestamentarische Geschichte um den König Balak, seine Ratgeber und das Volk der Moabiter, die anfangs nicht so recht wissen, in welcher Weise sie mit plötzlich ins Land eingedrungenen Störenfrieden umgehen sollen, im Fokus. Gemeint sind die Fremden aus Israel, die auf fruchtbarem Weidegrund im für sie fremden Land ihre Schafe weiden wollen, damit aber für erheblichen Konfliktstoff und erhebliche Unruhe unter den Einheimischen sorgen, weil diese um ihre besten Weidegründe fürchten.

Gespannt hängen die Augen der knapp zwanzig Kinder, die diesmal mit von der Partie sind, an den Lippen der Erzählerin, die an jedem Morgen nach der zuvor stattgefundenen „Kennenlern- und Aufwärmrunde“ bei gemeinsam gesungenem Lied und nach einer kleinen Andacht für die Reiseleitung verantwortlich ist.

Carola Nies vom CVJM- Vorstand kann sich auch diesmal wieder auf eine bewährte Mitarbeiterschar verlassen. Larissa Hardes, Sina Nowak, Carina Homeier, Janina Kluth, Sandra, Steffi und Benny Carlé wissen, wie man kleine Akteure bei Laune hält. Denn anders als das bei voraufgegangenen Aktionen dieser Art der Fall war, werden die Kinder diesmal aktiv in die Handlung mit eingebunden. Sie erarbeiten einen Teil des Programms selber, obschon der eigentliche Ablauf in einem „Drehbuch“ bereits feststeht.

So mussten beispielsweise die fiktive Stadt im Moabiterland, der Stall vom Esel „Elfriede“, das Grautier selbst, des weisen Mannes Haus, der König und Gefolge gebastelt werden. Und eben das ist genau richtig, kommt dem Tatendrang der Kinder voll entgegen.

Im Mittelpunkt der Kinderbibelwoche steht neben allem Spaß, den es beim gemeinsamen Spielen, Basteln, Singen und Erzählen gibt, allerdings das Erfahren der Zusammenhänge und das Erkennen des tieferen Sinnes der Geschichte.

Auch schon zu alttestamentarischer Zeit geht es wie in unseren Tagen um die Lösung eines scheinbar unlösbaren Konfliktes: Die Armen machen sich im Land der Reichen breit. Auf beiden Seiten wird derselbe Rechtsanspruch erhoben, der Anspruch auf Leben und Lebensraum. Bei den einen geht es um das, was sie haben, bei den anderen um das, was sie nicht haben. Nach langem Schwanken und im Hören auf Gott segnet der Anführer der Moabiter schließlich die Störenfriede. Sie sollen leben. Beide Seiten müssen lernen, miteinander auszukommen, und es wächst die Erkenntnis, dass Gottes Erde Raum für alle hat, dass Friede wie Unfriede von Menschen gemacht.

Die Kinderbibelwoche findet heute von 9 bis 11.45 Uhr zum letzten Mal statt, für Sonntag ist dann ab 10 Uhr an gleicher Stelle ein Familiengottesdienst zum Thema der Kinderbibelwoche für die ganze Gemeinde geplant. ▪ cr

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