„Kinder von Tschernobyl“ informiert Gasteltern

Doris Schneider (r.) wurde verabschiedet.

KIERSPE ▪ Zu einem Informationsabend für Gasteltern hatten am Samstagabend die Mitarbeiter des Vereins „Kinder von Tschernobyl“ ins Haus der Freien evangelischen Gemeinde eingeladen. 40 Kinder aus dem radioaktiv verseuchten Gebiet im Alter von sechs bis zwölf Jahren werden in diesem Jahr vom 6. bis 26. Juni in Kierspe zu Gast sein. Neben vielen bekannten Gesichtern konnte Gisela Steinbach diesmal auch zahlreiche neue Eltern begrüßen, von denen viele erfreulicherweise die russische Sprache sprechen, was den Kontakt wesentlich erleichtern wird.

Bei Verständigungsschwierigkeiten haben Gasteltern und Kinder aber auch die Möglichkeit, mit Irina Siebert oder Rita Koslowsky, im Oberbergischen Kreis mit Rita Keller, Kontakt aufzunehmen. Dazu erhalten alle Kinder gleich bei der Ankunft eine Visitenkarte mit den entsprechen Telefonnummern. Eine Liste mit den gebräuchlichsten Redewendungen steht den Eltern unter der Website des Vereins, http://www.kinder-von-tschernobyl-kierspe.de, zur Verfügung. Hier finden sich außerdem noch viele andere wissenswerte Informationen.

In diesem Jahr wird der Verein nur einen Erholungsaufenthalt in Kierspe organisieren, da die bisherigen Partner beim Transport ausgefallen sind. Ein Linienbusunternehmen aus Koblenz, das Sonderkonditionen und -preise offerieren konnte, wird die Kinder diesmal von Wischgorod abholen und nach Kierspe und zurück bringen. Dabei ist eine Rast in einem Restaurant in Lwiw vorgesehen, wo es für die Reisenden eine warme Mahlzeit und Getränke geben wird. Das genaue Programm für die Zeit des Aufenthaltes wird den Eltern noch zugestellt. Eine Anmeldung zu den einzelnen Veranstaltungen ist zur Planung und Organisation notwendig.

Hein Geitz informierte die Eltern über die Aufgaben des Vereins, nämlich Kindereinladungen, Erholungsmaßnahmen in der Ukraine, die Versorgung von Medikamentenkinder, Hilfstransporte (der nächste soll zwischen April und Juni erfolgen) sowie Gastelternreisen. Die Finanzierung und die Mitarbeit im Verein erläuterte Helmut Willnot. Den Ablauf der Kindererholung schilderte Gisela Steinbach, und Antje Kringsh-Hawlina erklärte den Eltern, wie der Aufenthalt in den Gastfamilien aus Sicht der Kinder betrachtet wird.

Weiterhin wurde in Rahmen dieses Infoabends auch eine langjährige Mitarbeitein verabschiedet. Doris Schneider sorgte 10 Jahre dafür, dass sich alle bei den Veranstaltungen des Vereins wohlfühlen konnten, und bereitete auch den Kinder, die zu Gast waren, stets einen warmherzigen Empfang. Antje Krings-Hawlina überreichte ihr zum Dank im Namen aller einen Blumenstrauß und würdigte ihren Einsatz.

Wie es mittlerweile Tradition ist, hatten viele selbstgemachte leckere Speisen mitgebracht, so dass sich die Eltern zum Abschluss des Infoabends bei einem abwechslungsreichen Buffet noch näher kennenlernen und Gedanken austauschen konnten. Der nächste Termin für die Kleidersammlung ist übrigens am kommenden Samstag in der Zeit von 10 bis 12 Uhr wie immer in der ehemaligen Bäckerei Quel in Vorth.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare